GFT will 2010 Umsatz und Gewinn steigern
"Wir werden mit keinem unserer Geschäftsbereiche in die Bredouille kommen", meinte der Chef des IT-Dienstleisters, der vor allem mit IT für die Finanzbranche seine Geschäfte macht. "Ich denke, dass wir über die Krise hinweg sind."
Der IT-Dienstleister GFT will im nächsten Jahr Erlös und Gewinn leicht steigern. "Wir gehen von einem Wachstum bei Umsatz und Ergebnis von jeweils etwa fünf Prozent aus", sagte GFT-Chef Ulrich Dietz in einem Gespräch mit dpa. "Wir werden mit keinem unserer Geschäftsbereiche in die Bredouille kommen", sagte der Manager. "Ich denke, dass wir über die Krise hinweg sind."
Grund sei, dass ein GroĂźteil der Kunden des IT-Dienstleisters aus der Finanzbranche komme. "2009 werden wir zwar etwas weniger Umsatz haben, aber unseren Gewinn im Wesentlichen halten", so Dietz. FĂĽr das Vorsteuerergebnis hat das Unternehmen eine Prognose von sechs bis acht Millionen Euro (2008: 6,9 Millionen Euro) ausgegeben. Beim Umsatz rechnet GFT mit rund 220 Millionen Euro (2008: 242,2 Millionen Euro).
Die Stuttgarter machten derzeit rund 60 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland und 40 Prozent im Ausland, sagte Dietz. Ziel sei es, den Anteil der Erlöse außerhalb Deutschlands künftig zu steigern. In Asien und Osteuropa halte sich das Unternehmen aber zunächst noch zurück. "Manchmal ist es gut, wenn man da ein wenig bedächtiger ist", sagte Dietz. "Ein neuer Markt kostet erst einmal viel Geld, bevor man dort Geld verdienen kann." Außerdem sei das Potenzial in Europa noch nicht ausgeschöpft.
Derzeit entwickle sich vor allem das Geschäft in Großbritannien und den USA gut. "Auch in Deutschland werden wir gute Geschäfte machen", sagte Dietz. GFT hat mehr als 1000 Mitarbeiter, rund 300 davon in Deutschland. Vor allem mit Auslagerung von ganzen Abteilungen bei Kunden sieht der GFT-Chef Potenzial. "Wir übernehmen Softwareanwendungen von Kunden mit Mitarbeitern und allem Drum und Dran", so Dietz. Die Mitarbeiter würden dann von GFT übernommen, und die Kunden könnten ihre Kosten deutlich senken. "Die Firmen können da 10 bis 15 Prozent einsparen", sagte Dietz. "Bei den öffentlich rechtlichen Finanzdienstleistern ist ein Fettpolster da, das man schlanker machen kann." Die Beschäftigten arbeiteten dann bei GFT auch an anderen Projekten.
Große Kunden des IT-Dienstleisters sind Banken wie zum Beispiel die Deutsche Bank und die Royal Bank of Scotland, die Deutsche Post, Versicherungen, aber auch der Maschinenbauer Trumpf sowie der Autozulieferer Behr. Zu den größten Konkurrenten gehört der Computerkonzern IBM. (jk)