Chipmaschinen-Hersteller Applied Materials ĂĽbertrifft Gewinnprognose
Die Ausrüster hätten einen Wendepunkt erreicht, sagte der Firmenchef; die Kunden hätten mehr Vertrauen und seien bereit, ihre Produktionskapazitäten zu erweitern.
Applied Materials, Hersteller von Chip-Produktionsanlagen, hat im vierten Geschäftsquartal einen über den Erwartungen liegenden Gewinn erzielt. Dank steigender Auftragseingänge veröffentlichte das Unternehmen für den laufenden Dreimonatsabschnitt positive Prognosen. Nach Börsenschluss am Mittwoch begründete Applied Materials die positiven Zahlen damit, dass die Kunden ihre Werke auf den letzten Stand bringen müssten, um die Nachfrage zu bewältigen.
Die Bestellungen haben um 21 Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar zugenommen. Im laufenden ersten Quartal sei mit einem 20-prozentigen Anstieg der Auftragseingänge und zwischen 5 und 8 Prozent Umsatzzuwachs zu rechnen, hieß es bei Applied Materials. Die Ausrüster hätten einen Wendepunkt erreicht, sagte Firmenchef Michael Splinter. "Unsere Kunden haben mehr Vertrauen und sind bereit, ihre Produktionskapazitäten zu erweitern." In Japan sei die Nachfrage nach Chip-Produktionsanlagen besonders stark, sagte Splinter.
Das Nettoergebnis ging im Quartal auf 15,5 Millionen US-Dollar von 147,2 Millionen Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit zurück. Das Ergebnis wurde durch Restrukturierungskosten in Höhe von 113,5 Millionen Dollar vermindert. Ohne diese Kosten hätte Applied Materials 95,5 Millionen Dollar verdient. Das war deutlich mehr als erwartet.
Das gesamte Geschäftsjahr 2003 insgesamt endete mit 149,1 Millionen Dollar Verlust, im Vergleich zu 269 Millionen Dollar Gewinn im Geschäftsjahr 2002. Der Umsatz fiel um 12 Prozent auf 4,48 von 5,06 Milliarden US-Dollar. (dpa) / (jk)