Notebook-Markt wächst im dritten Quartal
Nach absoluten Zahlen steht Acer mit 101.000 verkauften Notebooks und einem Marktanteil von 15,6 Prozent an der Spitze des deutschen Markts.
Laut dem Marktforschungsinstitut IDC wurden in Deutschland im dritten Quartal 652.000 Notebooks verkauft, was einem Wachstum von 59 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und von 18 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal entspricht. Als großer Gewinner gilt Acer: Das Unternehmen verkaufte in Deutschland doppelt so viele Notebooks wie im Vorquartal. Überproportional profitieren konnten auch HP (57 Prozent mehr Notebooks verkauft als im zweiten Quartal), Toshiba (+48 Prozent) und Fujitsu-Siemens (+40 Prozent), während Medion nur knapp halb so viel Notebooks verkauft hatte wie zuvor.
Nach absoluten Zahlen steht Acer mit 101.000 verkauften Notebooks und einem Marktanteil von 15,6 Prozent an der Spitze des deutschen Markts. Auf Platz zwei hält sich Fujitsu-Siemens mit 87.000 Geräten und 13,4 Prozent. HP steigt mit 72.000 Notebooks (11,1 Prozent) vom fünften auf den dritten Platz. Gericom fällt vom dritten auf den vierten Platz (9,6 Prozent Marktanteil), hat aber trotz 62.000 Notebooks einen Verlust von 8,1 Millionen Euro eingefahen. Toshiba liegt bei kränkelndem PC-Geschäft mit 62.000 Notebooks und 9,4 Prozent Marktanteil auf Platz fünf, etwas besser als im Vorquartal. Auf Platz sechs liegt IBM mit 44.000 Geräten. Medion fällt mit nur 43.000 Notebooks von Platz eins -- damals mit über 80.000 Geräten -- auf Platz sieben zurück, bleibt aber in der Gewinnzone. Dahinter folgen Dell (41.000 Notebooks, 6,3 Prozent Marktanteil), Vobis (24.000, 3,7 Prozent) und Sony (22.000, 3,3 Prozent).
Firmen wie Medion, Gericom oder Actebis (im dritten Quartal nicht mehr unter den Top10), die große Stückzahlen über Ketten wie Lidl, Plus, Aldi oder ähnliche verkaufen, sind starken Schwankungen unterlegen, da einzelne Supermarkt-Aktionen durchaus einige tausend bis wenige zehntausend Geräte umfassen und somit die Quartalsstatistik stark beeinflussen können.
Analysten von IDC, von denen die Zahlen stammen, erklären den Notebook-Trend mit stark gesunkenen Preisen, denn heute kostet ein Notebook ein Viertel weniger als noch vor einem Jahr. Außerdem werden sie zunehmend auch für den stationären Einsatz gekauft. Die Notebook-Zahlen von Gartner Dataquest bestätigen die IDC-Zahlen, auch wenn es zu kleineren Abweichungen kommt.
Insgesamt wurdem somit deutschlandweit in den ersten drei Quartalen 1,76 Millionen Notebooks verkauft, bis zum Jahresende dürften fast 2,5 Millionen Notebooks erreicht werden. Der weltweite Notebook-Markt beträgt dieses Jahr vermutlich rund 36 bis 38 Millionen Geräte und soll laut Marktbeobachtern 2004 auf bis zu 47 Millionen Notebooks wachsen. (jow)