Microsoft will in Japan mit Sicherheitsinitiative punkten

Steve Ballmer hat sich viel vorgenommen für seine Japan-Reise in der kommenden Woche.

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Von
  • Jürgen Kuri

Steve Ballmer hat sich viel vorgenommen für seine Japan-Reise in der kommenden Woche: Der Microsoft-Chef möchte Pläne für eine durch den Softwarekonzern aus Redmond geführte Industrie-Allianz vorstellen. Sie soll Maßnahmen vorschlagen, mit der Japan schneller auf Angriffe und Sicherheitslücken in der Software des Landes reagieren kann. Auch Treffen von Ballmer mit japanischen Regierungsvertretern sind zu diesem Behufe vorgesehen, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise.

In der angeblich Secure Computing Alliance genannten Gruppe sollen führende japanische PC-Hersteller, Internet-Provider und Software-Firmen, aber beispielsweise auch Handelsketten für Unterhaltungselektronik mitwirken. Die Händler sollen dafür sorgen, dass Sicherheitsinformationen und zugehörige Tools auch den Weg zum Verbraucher finden.

Ein Vertreter von Microsoft Japan bestätigte gegenüber dem US-Finanzblatt, solche Pläne existierten. Offensichtlich will der Konzern damit gerade in Japan -- und damit möglicherweise auch in anderen asiatischen Staaten -- etwas mehr Vertrauen in die Sicherheit von Infrastrukturen schaffen, die mit Microsoft-Software arbeiten. Dies liegt in einer Linie mit weiteren Sicherheitsinitiativen, die Microsoft angesichts zunehmender Kritik an Wurmanfälligkeit und immer wieder auftauchender Sicherheitslücken ergriffen hat. Selbst Kopfgelder auf Wurmautoren und Kampagnen, die größere Sicherheit von Windows gegenüber Linux beweisen sollen, hat Microsoft mittlerweile im Portefeuille.

Die Initiative gerade in Japan kommt nicht umsonst: Das Land ist mit Südkorea und China verbandelt, um Open-Source-Alternativen zu Microsoft-Software zu entwickeln. Auch andere asiatische Länder wie Vietnam sind nicht unbedingt als Microsoft-treu zu bezeichnen. (jk)