Novell kündigt Open-Source-.NET Mono 1.0 für 2004 an
Novell hat nun die Roadmap für seine Entwicklungsumgebung bekannt gegeben.
Novell hat nun die überarbeitete Roadmap für seine Open-Source-Entwicklungsumgebung Mono bekannt gegeben. Aus dieser geht hervor, dass die Version 1.0 im zweiten Quartal 2004 erscheinen wird. Anhand dieser sollen Entwickler zunächst einmal mit Mono vertraut werden und erste Anwendungen für Linux und Unix erstellen können, die mit Microsofts Plattform .NET in Version 1.1 kompatibel sein sollen. Mono 1.0 wird zusammen mit unterschiedlichen Bibliotheksprofilen erscheinen, die sich mit .NET 1.0, .NET 1.1 und ECMA-Komponenten verstehen sollen.
Der Code-Generator in Mono 1.0 wird in den Modi "just-in-time" oder "ahead-of-time" ausführbar sein. Er soll von sich aus x86- und PowerPC-basierte Architekturen unterstützen, teilt Novell mit, und durch einen Interpreter auch andere wie ARM, SPARC und HP-PA. Mono 1.2, das für das vierte Quartal 2004 anvisiert ist, soll Bibliotheken für GUI-basierte Anwendungen enthalten und Funktionen in .NET 1.2 unterstützen.
Das Mono-Projekt war ursprünglich von Ximian initiiert worden. Gnome-Gründer und Mono-Entwickler Miguel de Icaza hatte vor wenigen Tagen erst für einen verstärkten Einsatz von Mono in künftigen Open-Source-Anwendungen plädiert.
Novell hat den Open-Source-Anbieter Ximian Anfang August 2003 gekauft. Nach der kürzlich bekannt gewordenen Übernahme des deutschen Linux-Distributors SuSE und mit den eigenen Netzwerkdiensten für Linux (Nterprise Services) hat Novell eine Komplettlösung im Angebot, die vom Server bis zum Desktop alle Linux-Einsatzbereiche im Unternehmen abdeckt. Allerdings will SCO anscheinend gegen die SuSE-Übernahme juristisch vorgehen. (anw)