US-Senatoren appellieren an die Moral der Filesharing-Dienste
Eine Gruppe von US-Senatoren hat die Betreiber von P2P-Angeboten aufgerufen, ihre Angebote selbst zu regulieren.
Eine Gruppe von US-Senatoren sieht die Betreiber von P2P-Angeboten moralisch dazu verpflichtet, nicht nur das Tauschen urheberrechtlich geschĂĽtzter, sondern auch pornographischer Inhalte zu unterbinden. Dazu fordern sie die P2P-Anbieter -- namentlich Grokster, BearShare, Blubster, eDonkey2000, LimeWire und Streamcast Networks (Kazaa) -- auf, die sich Ende September zu dem Interessensverband P2P United zusammengeschlossen hatten.
"Die Anbieter von P2P-Technologie haben die rechtlich und moralische Verpflichtung sich an Urheberrechte zu halten und dem Tausch pornografischen Materials ein Ende zu setzen", so US-Senator Lindsey Graham. Derartige Programme setzten Kinder sexuell eindeutigem Material aus und böten Pädophilen die Möglichkeit, ihren Machenschaften hinter einem anonymen "technologischen Schleier" nachzugehen, so Graham.
Außerdem fordern die Senatoren drei konkrete Schritte seitens der P2P-Anbieter: Sie sollen klar und eindeutig vor den möglichen rechtlichen Konsequenzen der Nutzung von P2P-Software warnen. Weiter fordern die Senatoren, dass die Tauschbörsen urheberrechtlich geschützte und pornographische Inhalte aus den Sucherergebnissen herausfiltern. Und schließlich dürfe die Filesharing-Software nicht automatisch bestimmte Verzeichnisse oder heruntergeladene Dateien freigeben -- die Anwender müssten sich aktiv dafür entscheiden, anderen ihre Dateien zum Download freizugeben.
"Wir glauben, dass diese drei Punkte einen großen Schritt dazu beitragen, um die Anwender zu erziehen und zu beschützen", so die Senatoren. Die Annahme der Forderungen könne eindeutig bestätigen, dass die P2P-Provider den Wunsch verspürten, zu verantwortungsvollen Unternehmen heranzuwachsen. (vza)