IT-Dienstleister PC-Ware mit weniger Umsatz und Gewinn

PC-Ware, vor allem mit der Lizenzierung von Standard-Software beschäftigt, sieht eine Rückkehr zu normalem Geschäftsverlauf nach Umstellung des Microsoft-Lizenzmodells.

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  • dpa

Der Leipziger IT-Dienstleister PC-Ware AG hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2003/2004 bei Umsatz und Gewinn deutlich Federn gelassen. Der börsennotierte Konzern setzte 183 Millionen Euro um, 92 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum, teilte der Vorstand am Freitag in Leipzig mit. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging von 5,8 Millionen auf 1,05 Millionen Euro zurück. Das Hauptgeschäft macht PC-Ware mit dem Handel und der Lizenzierung von Standard-Software, vor allem von Microsoft- Produkten. Der Konzern beschäftigt rund 600 Mitarbeiter.

Für den Einbruch machte die Konzernspitze, die die Firma im ersten Quartal und im vorangegangenen Geschäftsjahr noch auf ungebrochenem Wachstumskurs sah, einmalige Sondereinflüsse im zweiten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres geltend. Der Konzern habe damals rund 100 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz verbuchen können, weil die Umstellung des Microsoft-Lizenzsystems damals zu einem Investitionsboom geführt habe. Insofern könnten die beiden Halbjahre nicht miteinander verglichen werden, sagte Unternehmenssprecher Stefan Edlich. "Wir kommen jetzt zur normalen Saisonalität zurück." Wichtig sei vor allem, dass der Konzern seine Rohertragsmarge im Halbjahresvergleich von 9,3 auf 12,7 Prozent verbessert habe.

Äußerst erfolgreich entwickelte sich nach Vorstandsangaben die 2002 übernommene Schweizer BISON Systems AG (Sursee). Die Systemhausspezialisten erzielten einen Halbjahresumsatz von 18,4 Millionen Euro und trugen zum Konzerngewinn bei. Für die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres rechnet der Vorstand mit einer moderaten Geschäftsentwicklung in weiterhin schwierigem wirtschaftlichen Umfeld. Positive Impulse werden unter anderem von der kürzlich gegründeten Finanzdienstleistungstochter PC-Ware Financial Service GmbH und der Tochterfirma PC-Ware Leasing GmbH erwartet, hieß es.

Der Konzern mit Tochtergesellschaften in acht westeuropäischen Ländern hatte im Geschäftsjahr 2002/2003 das bislang beste Ergebnis seiner Firmengeschichte eingefahren. Der Umsatz stieg um 30 Prozent auf 464,4 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss betrug 4,1 Millionen Euro und damit rund eine Million Euro mehr als im Vorjahr. (dpa) / (jk)