"Virtueller Arbeitsmarkt" der Bundesanstalt für Arbeit gestartet
"Hallo, ich heiße Bea" -- nein, nicht die neueste Spam-Mail begrüßt so die genervten Internet-Nutzer, sondern der "virtuelle Arbeitsmarkt"der Bundesanstalt für Arbeit (BA), der am heutigen Montag an den Start geht.
"Hallo, ich heiße Bea" -- nein, nicht die neueste Spam-Mail begrüßt so die genervten Internet-Nutzer, sondern der "virtuelle Arbeitsmarkt"der Bundesanstalt für Arbeit (BA), der am heutigen Montag an den Start geht. Die virtuelle Arbeitsberaterin soll die neugierigen Besucher des neuen Arbeitsamt-Angebots arbeitsagentur.de durch die einzelnen Bereiche des Arbeitsmarkts im Internet führen -- was aber, wohl auf Grund noch nicht überall ausgefeilter Web-Präsenz, an manchen Stellen bislang mit einem leeren Browser-Fenster quittiert wird oder gar in einer Fehlermeldung des Webservers ohne jede Zugangsmöglichkeit zum "virtuellen Arbeitsmarkt" resultiert.
"Wir haben bereits 350.000 offene Stellen und zwei Millionen Bewerber verzeichnet", sagte der zuständige Projektleiter Jürgen Koch der Berliner Zeitung über den Umfang des Internet-Angebots. Beim virtuellen Arbeitsmarkt soll es sich nach BA-Planungen um ein Kernstück des geplanten Umbaus der Nürnberger Behörde in einen modernen Dienstleister handeln. Die elektronische Stellenbörse soll Erwerbslose schneller wieder in Jobs bringen, die internen Abläufe in den Arbeitsämtern straffen und Jobsuchenden sowie Arbeitgebern Wege zu den Dienststellen ersparen.
Als Partner konnten nach Kochs Worten bisher sämtliche 30 DAX-Unternehmen, der Zeitarbeits-Konzern Manpower sowie diverse kommerzielle Jobbörsen gewonnen werden. Einige der großen Online-Jobbörsen kritisierten die BA aber bereits früher heftig: Sie sehen sich durch den "virtuellen Arbeitsmarkt" in ihrer Existenz gefährdet. Auch Verleger von Tageszeitungen befürchten, dass durch das BA-Angebot der Tageszeitungs-Stellenmarkt, schon durch Internet-Jobbörsen arg in Mitleidenschaft gezogener Umsatzbringer, weiter an Bedeutung verliert.
Zum Thema "virtueller Arbeitsmarkt" siehe auch: (jk)
- Jobs.de, Manpower und Degussa beteiligen sich am "virtuellen Arbeitsmarkt"
- Online-Jobbörsen wollen Bundesanstalt in Alternativ-Plan einbinden
- Online-Jobbörsen: "Arbeitsamt macht den Markt kaputt"
- Bundesanstalt kooperiert mit Stellenmarkt-Portal für geplante Online-Jobbörse
- Bundesanstalt für Arbeit bietet privaten Jobbörsen weiterhin Partnerschaft an
- Auf dem Weg zum "virtuellen Arbeitsmarkt"