Microsofts Longhorn in Malaysia als Raubkopie auf dem Markt
Manche Leute können es einfach nicht erwarten -- neueste Software muss sofort her, auch wenn sie noch in ganz frühen Betaphasen steckt.
Manche Leute können es einfach nicht erwarten -- neueste Software muss sofort her, auch wenn sie noch in ganz frühen Betaphasen steckt. So auch bei Microsofts geplantem Windows-XP-Nachfolger Longhorn: Nach einem Bericht der britischen BBC verkaufen in Malaysia Produktpiraten bereits Vorabversionen, die wahrscheinlich von den Longhorn-Ausgaben kopiert wurden, die Microsoft auf der Professional Developers Conference verteilte. Raubkopien dieser Version würden in Malaysia bereits für 2 US-Dollar verkauft. Selbst in Malaysia, wo auch große Hollywood-Filme lange vor ihrer internationalen Premiere auf CD und DVD verkauft werden, gilt dieser jüngste Fall von Produktpiraterie als besonders dreist.
Longhorn, bei dessen Entwicklung Microsoft als Hauptziele Geschwindigkeit und Sicherheit, aber auch umgreifende Kommunikationsmechanismen formulierte, soll frühestens im Jahr 2005 auf den Markt kommen -- der Support für Windows XP läuft im Jahr 2006 aus. Momentan werkelt Microsoft vor allem am Unterbau: Ein verbessertes Treibermodell soll für mehr Stabilität sorgen. Die in das Dateisystem integrierte Datenbank WinFS soll eine schnellere Suche nach Dateien und Informationen auf der Festplatte erlauben. Das neue Präsentations-Subsystem Avalon erleichtert die Gestaltung übersichtlicherer und skalierbarer Programmoberflächen. Außerdem beginnt Microsoft damit, die Next-Generation Secure Computing Base (NGSCB), früher unter dem Namen Palladium bekannt, als Sicherheitstechnik in das System zu integrieren. (jk)