Auto Shanghai

Vorschau auf die Auto China in Shanghai 2023

Drei Jahre lang war sie pandemiebedingt eine nationale Veranstaltung. Vom 18. bis 27. April ist die wichtigste Automesse der Welt wieder international.

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(Bild: Auto China Shanghai/Messe MĂĽnchen)

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Von
  • Stefan Grundhoff
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Wegen der Pandemie war die abwechselnd in Shanghai und Peking stattfindende "Auto China" drei Jahre lang eine nationale Veranstaltung. Kommende Woche beginnt die wichtigste Automesse der Welt wieder als offene, internationale Leistungsschau.

Der größte Automarkt der Welt ist längst auch in Sachen Tempo, Design und Technologie der wichtigste. Für die automobilen Großveranstaltungen Europa und den USA interessiert sich kaum mehr ein Mensch, denn die Post geht seit Jahren in China ab. Das wissen die internationalen Autohersteller und blicken in der kommenden Woche angespannt nach Shanghai, das längst weit vor den Konkurrenzveranstaltungen in Los Angeles, München, Paris oder Detroit liegt.

Die meisten Neuheiten werden von chinesischen Herstellern kommen. Das Bild zeigt den G9, das Spitzenmodell von XPeng.

Viele mussten den Großveranstaltungen in den vergangenen Jahren pandemiebedingt fernbleiben und so ist nicht zuletzt der Druck groß, sich dort wieder einmal sehen zu lassen – auch bei den chinesischen Kooperationspartnern und politischen Verbänden. Die Vorhut übernimmt bereits in dieser Woche die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) auf ihrem Antrittsbesuch in China. Die "Auto China Shanghai" findet vom 18. bis 27. April statt, ein Pflichttermin für die Autobranche.

Auto Shanghai Vorschau (7 Bilder)

Im Sommer bringt Aiways mit dem U6 (Fahrbericht) ein elektrisches Crossover-Coupé im Format eines VW ID.4 oder de Hyundai Kona EV.
(Bild: Aiways)

Bei den zahllosen Neuheiten sind wenig überraschend die chinesischen Marken vorn. Während amerikanische Hersteller zumeist nur indirekt durch ihre chinesischen Kooperationspartner vertreten sind, befinden sich die Verantwortlichen europäischer Konzerne und der einzelnen Marken weitgehend vor Ort. Sie präsentieren selbst zahlreiche Neuheiten mit Relevanz für den größten Automarkt der Welt, der gerade schrittweise auf Elektromobilität umschwenkt.

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BMW beispielsweise zeigt auf der "Auto China" 2023 das elektrische Topmodell des neuen 7ers mit Namen i7 M70 xDrive und auch der 748 PS starke Power-SUV BMW XM Red Label dĂĽrfte kaum in den Messehallen fehlen.

Mit dem Plug-in-Hybridmodell BMW XM Red Label können Wohlhabende ein Fahrprogramm für Dünen erwerben.

(Bild: BMW)

Mercedes präsentiert etwas überraschend in China nicht seine neue E-Klasse, da diese zunächst nur mit normalem Radstand auf den Markt kommt, der in China keine Rolle spielt. Stattdessen dürfte der elektrische Maybach EQS SUV zu bestaunen sein, der noch eine Klasse höher antritt als der gründlich überarbeitete Porsche Cayenne.

Bei der großen Volkswagen Konzernveranstaltung am Montag, 17. April, dürfte der VW ID.7 als Elektroversion des Volumenmodells Passat der Star sein, da Audi seinen Q6 e-tron offiziell erst auf der IAA im Herbst in München enthüllen dürfte. Renault hingegen präsentiert ohne Messe in der kommenden Woche parallel seinen neuen Clio und Cupra zieht das Tuch zum Ende der Woche von seinem Tavascan.

Einen großen Auftritt dürfte es in Shanghai beim elektrischen Volvo-Ableger Polestar geben, denn neben dem ebenfalls neuen Volvo XC90 steht auf der Messebühne der Geely-Marke auch erstmals der Polestar 4. Ebenfalls präsentiert wird das elektrische Mini Cooper SE Cabrio, das in Shanghai seine offizielle Publikumspremiere bekommt. Ebenfalls zu sehen: die seriennahe Studie des Mini Aceman – ebenfalls elektrisch.

Mit dem Mini Aceman kommt wieder ein etwas weniger fettes Mini-Modell.

(Bild: BMW)

Die echten Stars kommen jedoch nicht von Audi, BMW, Volkswagen, Mercedes und Volvo, sondern von den rein chinesischen Marken. Hier haben nicht nur Nio, MG, Aiways, Xpeng, Zeekr oder Great Wall mit seinen zahlreichen Marken und Submarken einiges vor.

Viele dieser neuen Modelle werden ĂĽber kurz oder lang nach Europa kommen und hier die heimischen Marken unter Druck setzen. Keine Frage: es wird die spannendste Automesse seit Jahren.

Das Elektroauto Nio EC7 soll teilautonom fahren können, das verraten auf den ersten Blick die Wülste über der Windschutzscheibe.

(Bild: Nio)

(fpi)