NTT DoCoMo will Symbian und Linux fĂĽr UMTS-Handys
Der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo erhofft sich durch den Einsatz von Symbian und Linux kostengĂĽnstigere UMTS-Handys.
Der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo verabschiedet sich nach und nach von TRON. The Real-time Operating System Nucleus ist ein von japanischen Firmen gefördertes Echtzeitbetriebssystem für Unterhaltungselektronikprodukte, das bislang besonders von Herstellern aus Asien auch für Handys eingesetzt wurde. Zumindest für die Handys, die mit DoCoMos UMTS-Dienst FOMA gedacht sind, wollen die Mobilfunker nun gerne Symbian oder Linux in den Handys sehen.
Bereits im September hat NTT DoCoMo nach Angaben der japanischen Finanzzeitung Nihon Keizai Shimbun ein Lizenzabkommen mit dem Symbian-Konsortium unterzeichnet. Danach kann der Konzern das Symbian OS für die Nutzung in den FOMA-Handys vorsehen und an Gerätehersteller weitergeben. NTT DoCoMo will eine Entwicklungsumgebung bereitstellen, durch die Hardware-Produzenten einfach Symbian OS für ihre Geräte nutzen können.
Ähnliches hat der Konzern nun auch für Linux vor. Einige Hersteller dächten bereits daran, das freie Betriebssystem für FOMA-Handys einzusetzen, und NTT DoCoMo will dies fördern: Man hofft, dadurch die Preise für die UMTS-Handys weiter senken zu können und den 3G-Mobilfunkdienst so attraktiver für die Kunden machen zu können. Mit Intel hat NTT DoCoMo bereits eine Entwicklungsvereinbarung für Handy-Chips mit der gleichen Zielsetzung abgeschlossen.
NTT DoCoMo ist einer der größten Mobilfunkkonzerne weltweit und beispielsweise über die Lizenzierung des Handy-Internetdienstes i-mode in diversen Märkten weltweit präsent. Für Embedded Linux wäre der Einsatz auf einer Anzahl von FOMA-Handys ein größerer Durchbruch auf dem Mobilfunkmarkt, nachdem Motorola bereits ein Smartphone auf Linux-Basis herausgebracht hat. Aber auch für das Mobilfunkkonsortium Symbian, an dem unter anderem Nokia und Psion beteiligt sind, bedeutet eine Förderung durch NTT DoCoMo eine Stärkung gegen die Versuche Microsofts, das eigene Smartphone-Betriebssystem gegen die bisherige Marktmacht Symbians zu etablieren. (jk)