Microsoft sieht Erholung der IT-Branche

Wachstumspotenziale sieht der Microsoft-Finanzchef bei Unternehmenssoftware, Internet- und mobilen Diensten und digitaler Unterhaltungselektronik, die aber nicht den Level von Windows oder Office erreichten.

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Von
  • dpa

Der Software-Konzern Microsoft ist angesichts der weltweiten Konjunkturbelebung für die IT-Branche zuversichtlich. Positive Prognosen einiger Unternehmen sprächen auch in Deutschland für eine Erholung, sagte Microsoft-Finanzvorstand John Connors am Donnerstag in München. Große Wachstumspotenziale für Microsoft sieht er in der Unternehmenssoftware für mittelständische Unternehmen, bei Internet- und mobilen Diensten und in der digitalen Unterhaltungselektronik. "Keiner dieser Bereiche wird aber den Level von Windows oder Office erreichen", sagte Connors.

Erst vor kurzem hatte der Konzern angekündigt, bis 2008 insgesamt 12 Milliarden US-Dollar in den Ausbau des Geschäfts mit Unternehmens-Software für den Mittelstand zu investieren. Dabei wolle Microsoft nicht sehr tief in die einzelnen Erfordernisse der Unternehmen einsteigen, sondern Plattformen anbieten, auf deren Basis Partner speziell zugeschnittene Lösungen erarbeiten könnten, sagte Connors. Das Weltmarktvolumen für Unternehmenssoftware bezifferte er auf mindestens 25 Milliarden Dollar. Microsoft gehöre zu den größeren Spielern in dem insgesamt sehr fragmentierten Markt. 2005 soll der Geschäftsbereich profitabel sein.

Eine groĂźe Dynamik sieht Connors auch im Segment der Smartphones. Bisher arbeite Microsoft mit Telekommunikationsunternehmen wie AT&T Wireless, Horizon und Orange zusammen. Auf der Hersteller-Seite bestĂĽnden Kooperationen mit Motorola und Samsung. "Wir wĂĽrden sehr gerne Siemens-Smartphones im Markt vertreiben", sagte Connors. Zu den Umsatzerwartungen seines Unternehmens wollte er keine Angaben machen. Er rechne aber mit einem groĂźen Marktvolumen in den kommenden Jahren.

Die Konkurrenz durch Linux oder Open Source sei generell schwerer einzuschätzen als andere Wettbewerber, da die Unternehmen keine strategische Zielsetzungen offenlegten, sagte Connors. Microsoft könne sich aber mit guten Produkten und Lösungen auch künftig in einer "guten Position" behaupten. Keine Neuigkeiten gebe es derzeit im Kartellverfahren, in dem die EU-Kommission Wettbewerbsverstöße im Server-Markt und durch die Bündelung von Media Player und Windows untersucht. Es sei unklar, wann es zu einer Lösung kommen werde. (dpa) / (jk)