Taiwanische Chipsatz-Hersteller erwarten stark steigende Verkaufszahlen
Die taiwanischen Hersteller SiS und VIA erwarten im kommenden Jahr ein deutliches Wachstum beim Verkauf von PC-Chipsätzen.
Die taiwanischen Hersteller SiS und VIA erwarten im kommenden Jahr ein deutliches Wachstum beim Verkauf von PC-Chipsätzen. Silicon Integrated Systems (SiS) schätzt bisher nach Angaben der taiwanischen DigiTimes den Absatz für dieses Jahr auf 28 bis 29 Millionen Stück und will 2004 rund 32 Millionen Stück verkaufen, was einem Wachstum von 10 bis 14 Prozent entspräche. VIA Technologies erwartet demnach für das Jahr 2003 den Verkauf von 31 bis 33 Millionen PC-Chipsätzen und projiziert für 2004 etwa 39 Millionen Stück.
Mit diesen Zahlen für das nächste Jahr würden laut DigiTimes SiS 20 Prozent und VIA 24 Prozent Marktanteil erreichen. Aus diesen Angaben errechnet sich außerdem ein weltweiter Chipsatz-Markt von rund 160 Millionen Stück im kommenden Jahr, was in etwa den Voraussagen von IDC und einem Wachstum von rund 10 Prozent entspräche.
Den Chipsatzmarkt dominiert seit Jahren Intel; vor allem im größten Marktsegment, nämlich bei den Profi-PCs für Firmen, liegt Intel weit in Führung und ist durch die Chipsätze mit integriertem Grafikprozessor auch der weltweit führende Hersteller von Grafikchips für PCs. Die Grafik-Spezialisten ATI und Nvidia kontern diese Dominanz durch eigene grafikfähige PC-Chipsätze (Radeon 9100 IGP für den Pentium 4, nForce2 für den AMD Athlon). AMD bietet zurzeit den AMD-8000 für Opteron-Server an, die Acer-Tochter ALi (ULi) noch einige Lowcost-Produkte und Mobil-Chipsätze. Außer den genannten Firmen baut auch noch die Broadcom-Tochter ServerWorks Chipsätze, allerdings ausschließlich für Server und seit Erscheinen der Intel-Xeon-Prozessoren mit sinkender Marktbedeutung (Intel hat seither wieder eigene Dual-Chipsätze im Angebot).
Laut DigiTimes sollen die tatsächlich bezahlten Marktpreise für ältere Low-End-Chipsätze mittlerweile zum Teil bei unter 10 US-Dollar liegen; Intels Mainstream-Angebote wie der i865PE "Springdale" kosten typischerweise in 10.000-er-Stückzahlen über 30 US-Dollar.
Im kommenden Jahr stehen mit PCI Express (Ablösung von AGP und teilweiser Ersatz des PCI-Bus) und DDR2 (Nachfolger von DDR-Speicherchips) grundlegende Neuerungen an. Außerdem wollen sowohl Intel als auch SiS WLAN-Chips für Desktop-Mainboards anbieten, die sich mit entsprechenden Treibern als Software-Access-Points nutzen lassen. (ciw)