DDR3 wird teurer – DDR2 günstiger

Die HEKs für Speichermodule zeigen über den Jahreswechsel nur geringe Schwankungen. Bei steigender Nachfrage werden DDR3-RAMs etwas teurer. DDR2 können Reseller dagegen günstiger einkaufen. Die bewährte Technik bleibt trotz des Generationswechsels weiterhin ein Umsatzträger.

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Von
  • Karl Fröhlich

Nach einem Preishoch in der letzten Dezemberwoche sind die HEKs für DDR2-RAM wieder moderat gefallen.

Der Markt für Memory-Module ist gespalten. Während der HEK für DDR2-RAM seit dem Jahreswechsel leicht fällt, müssen Reseller für DDR3-Speicher je nach Typ bis zu vier Prozent mehr ausgeben. Ein DDR2-800-Riegel mit zwei GByte von Kingston kostet beispielsweise bei Ecom aktuell 28,90 Euro. In der KW 52/2009 waren dafür noch 31,20 Euro fällig. Ein DDR3-1333-Modul mit zwei GByte ist bei Ingram Micro momentan für 40,40 Euro erhältlich. Anfang Dezember lagen die Preise dafür noch bei etwas über 37 Euro.

Die Verknappung bestimmter Speichertypen bei Originalherstellern ist nicht mehr so extrem, aber auch noch nicht vorbei. Zum Jahresende ließ die Nachfrage erwartungsgemäß nach, bewegt sich aber trotzdem noch auf dem Niveau des Jahresdurchschnitt.

"Die DDR3-Nachfrage steigt seit Anfang November stetig, hier sollte sich der Handel bis Mitte des zweiten Quartals auf höhere Stückzahlen als im DDR2-Bereich einstellen", sagt Ulf Kilper, Produktmanager DRAM Module und Flash bei Devil. Hauptprodukt wird das DDR3-1333-Modul mit zwei GByte sein, als Single-Baustein, wie auch als Dual-Channel- oder Triple-Channel-Kit." Das Angebot und die Nachfrage nach DDR2 werde aber nicht in der Form sinken wie in der Vergangenheit, als DDR2 die DDR1-Technologie abgelöst hat.

"2010 sollte der Fachhandel weiterhin auf DDR2 und zusätzlich vor allem auf DDR3 und Overclocking setzen", ergänzt Alexander Spohr, Leiter Business Unit CMD (Components, Multimedia & Displays) bei Tech Data Deutschland. "Durch die letzten Preiserhöhungen dürfte die Konsolidierung bei den Herstellern erstmal gestoppt sein."

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Bei der Preisbeobachtung unterstützten uns:

B.com Computer AG
CTT AG
Devil AG
Ecom GmbH
Ingram Micro GmbH

Zunächst darf der Fachhandel von relativ stabilen Preisen ausgehen. Die Nachfrage bewegt sich auf einem zufriedenstellenden Niveau, einen sprunghaften Anstieg erwartet die Branche fürs erste nicht. Ende KW 6, Anfang KW 7 könnte es zu weiteren Lieferengpässen mit leicht steigenden Preisen kommen. Denn rund um das Chinesische Neujahrsfest, dieses Jahr am 14. Februar, kommt traditionell der Warennachschub aus Asien etwas ins stocken. Allerdings fällt der asiatische Feiertag 2010 mit dem hiesigen Fasching zusammen. Vor allem in Nordrhein-Westfalen kommen in dieser Zeit die Geschäfte fast gänzlich zum erliegen. Marktbeobachter halten daher sogar sinkende HEKs für möglich. (map)