Der US-amerikanische Musikmarkt schrumpft leicht
Das Online-Geschäft und die im letzten Quartal 2003 veröffentlichten Hit-Alben beispielsweise von Outkast und Alicia Keys haben nach einer Studie von Nielsen SoundScan einen weiteren rapiden Umsatzrückgang verhindert.
Der Absatz von Musikkonserven ist im Jahr 2003 in den USA nahezu konstant geblieben, meldet das Wall Street Journal unter Berufung auf eine Analyse von Nielsen SoundScan. Die Verkäufe seien gegenüber dem Vorjahr lediglich um 0,8 Prozent zurückgegangen.
Der rückläufige Trend der drei vorangegangenen Jahre sei damit vorbei, heißt es in der Zeitung weiter. Die Branche erhole sich wieder von den etwa durch Musikpiraterie verursachten Umsatzeinbrüchen. Nicht zuletzt die Klagewellen der RIAA zur Abwehr illegaler Musikdownloads hätten den Verkäufen auf die Beine geholfen. In 12 der 16 Wochen nach den ersten gerichtlichen Klagen gegen Tauschbörsianer sei der Umsatz nach Angaben von SoundScan gestiegen. Anders in 34 der 36 Wochen davor: In diesem Zeitraum habe SoundScan rückläufige Verkaufszahlen ermittelt.
Ohne den Online-Handel wäre das Musikgeschäft um 2,1 Prozent eingebrochen, hat SoundScan errechnet. Dafür spricht auf jeden Fall der Erfolg von Apples iTunes Music Store, der zurzeit nur US-amerikanischen Nutzern zugänglich ist. Nach dem Start im April 2003 verzeichnete Apple kurz vor Weihnachten den 25-millionsten verkauften Song.
Siehe dazu auch: (ola)
- Die Musikindustrie leidet weiter unter Umsatzschwund
- Studie: iTunes & Co allein können Musikbranche nicht retten
- Deutsche Musikbranche will juristisch gegen P2P-Nutzer vorgehen
- Musikindustrie verwarnt Tauschbörsen-Nutzer
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