"Heimatloser Hacker" bekennt sich schuldig
Der 22-jährige Adrian Lamo erwartet eine einjährige Haft und eine Geldstrafe.
Adrian Lamo, der als "Homeless Hacker" bekannt geworden ist, hat sich vor einem Gericht des Eindringens in das Netzwerk der New York Times schuldig bekannt. Lamo hatte sich im vergangenen Jahr einem US-Bezirksgericht gestellt. Er soll unter anderem mehrere Wochen lang Zugriff auf das Nachrichten-Angebot von Yahoo.com gehabt und dort mehrere Meldungen verändert haben. 2002 gelang es dem 22-Jährigen, in das interne Netzwerk der New York Times vorzudringen, wo er vertrauliche Daten von Mitarbeitern einsehen konnte. Auch in das administrative Netzwerk des Telecom-Konzerns und Backbone-Betreibers MCI WorldCom konnte Lamo eindringen.
Gegen Lamo wurde zuletzt nur noch wegen des Vorfalls bei der Zeitung verhandelt, Andere Vorwürfe waren fallengelassen worden. US-amerikanische Medien berichten, Lamo drohe nun eine Haftstrafe von zwölf Monaten und eine Geldstrafe in Höhe von 2000 bis 20.000 US-Dollar. Vor Lamos Schuldeingeständnis hatten die Ankläger etwa 300.000 US-Dollar Strafe erwogen. Dazu kommen Gerichtskosten von bis zu 70.000 US-Dollar. (anw)