Südkorea will US-Copyrights schützen

Seoul unterstütze US-Urheberrechte, hieß es. Das Land ergreift aber keine besonderen Maßnahmen, nachdem die USA Südkorea auf die Priority Watch List setzten.

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Südkorea geht auf die Mahnung des Office of the U. S. Trade Representative (USTR) ein, das das Land auf seine Priority Watch List setzte. Das USTR warf Südkorea vor, nicht entschieden genug gegen Software- und Datenpiraterie vorzugehen. Der US-Handelsbeauftragte Robert Zoellick plant, duplizierbare US-Produkte stärker zu schützen. 572 Millionen US-Dollar seien der amerikanischen Wirtschaft dadurch im Jahre 2002 verloren gegangen.

Ein Beamter des südkoreanischen Außenministeriums erklärte, Südkorea habe in der Vergangenheit Anstrengungen unternommen, Rechte bezüglich geistigen Eigentums zu schützen und werde dies unabhängig von Entscheidungen der US-Regierung, das Land zu überwachen, auch weiterhin tun. Das Außenministerium kündigte an, Südkorea werde das Ersuchen der US-Regierung prüfen und dort in die Tat umsetzen, wo es dem Urheberrechtsschutz diene.

Die USA könnten über die World Trade Organization (WTO) Druck auf Südkorea ausüben. Dies ist aber kaum zu erwarten, da Südkorea immerhin den sechstgrößten Exportmarkt der USA darstellt. Die EU steht übrigens seit 1999 auf der Priority Watch List zusammen mit Argentinien, Brasilien, Polen, Russland, dem Libanon, Taiwan, Indien, Indonesien und den Bahamas. (akr)