Microsoft verschenkt Services für Unix

Die SFU 3.5 rüsten in Windows-Systemen die für eine enge Zusammenarbeit mit der Unix-Welt nötigen Protokolle und Dienste nach.

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Microsoft hat angekündigt, die Services für Unix (SFU) in der überarbeiteten Version 3.5 kostenlos abzugeben. Dahinter, so wird gemutmaßt, steckt ein weiterer strategischer Zug gegen Linux, der die aktuelle Kampagne begleitet.

Die Services für Unix sind aus einer Eigenentwicklung Microsofts und den Produkten ehemals eigenständiger Firmen entstanden, etwa durch den Aufkauf von Interix 1999. Mit jeder Release wurde das Produkt billiger: In der Version 2.0 kostetet es noch 149 US-Dollar, die 3.0 war für 99 US-Dollar zu haben und mit der Version 3.5 verlangt Microsoft überhaupt keinen Obolus mehr, wenn der Kunde eine aktuelle Windows-Version einsetzt; die Home Edition von Windows XP eignet sich voraussichtlich aber nicht für die SFU.

Die SFU 3.5, die seit Mitte des letzten Jahres schon als Beta-Version zu haben sind, rüsten in Windows-Systemen die für eine enge Zusammenarbeit mit der Unix-Welt nötigen Protokolle und Dienste nach. Dazu gehören unter anderem NFS, NIS und X.11. Außerdem bringen sie Unix-typische Programme rund um die Shell sowie Entwicklungswerkzeuge mit. In dem Paket finden sich außerdem Hilfen, um eine Synchronisation von Account-Daten zwischen Windows und Linux umzusetzen. Mit dem Vorläufer, den SFU 3, hat Microsoft sogar Anfang 2003 auf der LinuxWorld Conference & Expo in New York einen Preis abgeräumt. Teile des Produkts stehen unter GPL. (ps)