Kurz informiert: MOVEit, Wasserstoffnetz, ALS, KI-Update
Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.
Weitere SicherheitslĂĽcke in MOVEit
Administratoren von MOVEit Transfer kommen nicht zur Ruhe. Nach den Updates für eine kritische Lücke vom vergangenen Freitag ist nun abermals eine Aktualisierung der Software zum Abdichten eines kritischen Sicherheitslecks nötig. Zudem veröffentlichte die Cybergang Cl0p Namen von Unternehmen, bei denen sie durch die bisherigen Schwachstellen einbrechen und Daten stehlen konnte. Darunter sind bekannte Namen wie Shell, 1st Source oder Heidelberger Druckmaschinen. Anders als sonst bei solchen Veröffentlichungen üblich nennt Cl0p jedoch lediglich Namen und Anschrift auf den jeweiligen Unterseiten. Belege oder Hinweise auf Art und Umfang kopierter Daten fehlen komplett. Der Missbrauch der letzten Freitag bereits bekannt gewordenen Lücke hat ebenfalls zahlreiche namhafte Opfer getroffen. Darunter etwa die BBC, British Airways oder in Deutschland diverse AOK-Landesverbände. Die AOKs haben bislang aber keine Hinweise auf Abfluss von Sozialdaten gefunden.
Wasserstoffnetz soll ausgebaut werden
Bund und Länder haben nach Angaben von Bundeskanzler Olaf Scholz in ihren Beratungen den Aufbau eines Wasserstoffnetzes in Deutschland vereinbart. Noch in diesem Jahr sollen "die notwendigen Entscheidungen" dafür getroffen werden, sagte Scholz nach den Gesprächen mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder. "Das ist ein großes wirtschaftliches Projekt." Es gehe darum, jetzt das "Kernnetz" zustande zu bringen. Unternehmen sollen auf Wasserstoff setzen können, "weil sie wissen, sie werden ihn haben, wenn sie ihn brauchen". Vereinbart wurde auf dem Treffen im Kanzleramt auch ein "gemeinsamer Monitoringprozess" für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Das "Deutschlandtempo", das mit dem Aufbau der LNG-Infrastruktur an den Tag gelegt wurde, solle für alle Bereiche gelten, forderte Scholz.
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Genmutation fĂĽhrt zu ALS
Die Überproduktion des Gens PEG10 lässt Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS, voranschreiten. Das haben Forschende der University of Colorado in Boulder herausgefunden. Normalerweise sorgt ein Gen namens Ubiquilin 2 für die richtige PEG10-Menge. Bei ALS-Patienten ist das Regulator-Gen allerdings oft mutiert und bremst die PEG10-Produktion nicht mehr. Die Ubiquilin-2-Mutation war bereits bekannt, unklar war aber, wie es zur Ausprägung von ALS führt, schreiben die Forschenden im Fachjournal eLife. Ein besseres Verständnis der Biologie von PEG10 im Zusammenhang mit ALS, könnte neue Wege für die Entwicklung von Therapien für die bislang unheilbare Krankheit eröffnen.
KI-Update: ChatGPT-Texte erkennen
Es gibt zwar immer mehr Tools, die versprechen, von Maschinen geschriebene Texte erkennen zu können. Aber die eine Rundum-Lösung bieten sie nicht. Darüber spreche ich heute mit meinem Kollegen Wolfang Stieler von der MIT Technology Review in der aktuellen Folge des neuen Heise-Podcasts KI Update. Woran lassen sich von ChatGPT und Co erstellte Texte erkennen und warum ist das so verdammt schwierig. Es würde mich freuen, wenn Sie reinhören.
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(igr)