Nokia streicht Stellen in der Produktion

Die von den Stellenstreichungen betroffene Fabrik in Finnland soll auf Smartphone-Produktion umgestellt werden, um kürzere Lieferzeiten in Europa zu ermöglichen.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Nokia streicht im heimischen Finnland 285 Stellen in der Handy-Produktion. Wie der Handy-Branchenführer mitteilte, soll die betroffene Fabrik in Salo mit bisher 2.200 Beschäftigten komplett auf die Herstellung von Smartphones umgestellt werden. Daraus erhoffe man sich kürzere Lieferzeiten in Europa und die bessere Erfüllung unterschiedlicher Kundenanforderungen, hieß es aus der Konzernzentrale. Nokia möchte so vielen betroffenen Mitarbeitern wie möglich eine Beschäftigung in anderen Bereichen des Konzerns anbieten, aber auch Gespräche über ein freiwilliges Ausscheiden mit Abfindungen führen.

Nokia hat bei Mobiltelefonen insgesamt sowie auch bei den lukrativen Smartphones nach eigenen Angaben einen Weltmarktanteil von jeweils 39 Prozent. Nach einigen Schwierigkeiten in den Vorquartalen hatte Nokia im Schlussquartal des Krisenjahrs 2009 bei Gewinn und Marktanteil wieder zulegen können; auch bei den margenträchtigen Smartphones konnte der Branchenprimus seine Position ausbauen, nachdem er zuvor stark an Konkurrenten wie Apple und RIM verloren hatte. Diese machen allerdings weiter Druck, und mit den Smarpthones, die Googles Android einsetzen, ist ein weiterer ernsthafter Konkurrent in diesem Bereich aufgetaucht. Bislang konnte Nokia mit den eigenen Smartphones, vor allem den Geräten mit Touchscreen-Bedienung, im Vergleich zur Konkurrenz noch nicht so recht überzeugen. Der Konzern will sich daher unter anderem auf deutlich weniger Modelle konzentrieren. (jk)