Neuer Anlauf für digitalen Behördenfunk in Österreich

Nach dem Flop des österreichischen Behördenfunknetzes Adonis soll für die mit Sicherheitsaufgaben beauftragten Organisationen ein verkleinertes Funknetz entstehen.

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Der erste Anlauf eines digitalen Behördenfunks für Österreich endete im Fiasko. Immer noch schieben sich das östereichische Innenministerium und die damalige Betreibergesellschaft Master-Talk gegenseitig die Schuld für den Fehlschlag zu. Nun soll in einem neuen Anlauf ein etwas verkleinertes Netz entstehen, dass ausschließlich der öffentlichen Sicherheit dient. Die vormals beteiligten privaten Sicherheitsfirmen und Autofahrerklubs sind nicht mehr mit von der Partie.

Die Ausschreibungsfrist für das neue Netz endet am 20. Februar. Das Innenministerium scheint aus dem ersten Fehlschlag gelernt zu haben, aber auch aus dem Dilemma um die deutsche LKW-Maut: Diesmal sind offenbar hohe Vertragsstrafen vorgesehen, wenn das Netz nicht wie vorgesehen funktionieren sollte. Für Ende 2005 ist der Betrieb im Bundesland Tirol vorgesehen, spätestens 2008 soll das Behördenfunknetz im gesamten Land stehen. (ll)