Zweite Tarifverhandlungsrunde für Telekom-Mitarbeiter

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Deutsche Telekom verhandeln weiter über die Gehälter der Mitarbeiter.

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Begleitet von bundesweiten Protestaktionen sind die Tarifverhandlungen für 120.000 Beschäftigte der Deutschen Telekom am heutigen Montag in die zweite Runde gegangen. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di protestierten bundesweit 4000 Telekom-Mitarbeiter gegen die Pläne des Vorstands, Arbeitszeit und Entgelte einseitig um 10 Prozent zu kürzen. Die Tarifverhandlungen in Mainz sind auf zwei Tage angesetzt worden. In der ersten Runde hatte es zwischen den Tarifpartnern keine Annäherung gegeben. Auf Widerstand stößt auch die Absicht der Telekom, den bei der Personal-Serviceagentur Vivento Beschäftigten die Einkommen um 15 Prozent zu kürzen.

Die Gewerkschaft will einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2008 erreichen. Dafür seien die Arbeitnehmervertreter bereit, über eine "zeitlich befristete Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 32 Stunden" zu verhandeln -- allerdings mit klar begrenzter Auswirkung auf die Einkommen. Das bei der ersten Runde Mitte Januar vorgelegte Angebot der Telekom lehnte ver.di erneut strikt ab. Die Telekom hatte unter den Bedingungen Lohnsenkung und Arbeitszeitverkürzung einen Beschäftigungspakt über 2004 hinaus angeboten. Auch für die in die firmeneigene Personal-Serviceagentur Vivento aufgenommenen Beschäftigten sieht das Angebot Gehaltssenkungen vor. Außerdem will das Unternehmen die Ausbildungsquote verringern. (anw)