Amerikanische Regierung fördert Solarstrom

Nach Jahren verhaltenen staatlichen Engagements will die Obama-Regierung nun den Bau groĂźer Solarparks ankurbeln.

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Noch immer gelten die USA vielen als eine Industrienation, die in ihrer Abhängigkeit vom Öl die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat. Tatsächlich spricht aber einiges dafür, dass der neue Cleantech-Boom die Vereinigten Staaten schon in ein paar Jahren zum größten Solarenergiemarkt der Welt machen wird. Dazu könnten vor allem Gesetze beitragen, die Energieversorgern Anreize setzen, große Solarfarmen zu bauen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Im vergangenen Jahr habe die Anzahl an neuinstallierten Solar-Megawatt um mehr als 25 Prozent zugenommen, sagt Roger Efird, Vorsitzender der Solar Energy Industry Association. Begünstigt habe diese Entwicklung die Rezession, die Anfang 2009 erst zu einem Überangebot an Solarmodulen führte, was die Preise dann aber um 40 Prozent purzeln ließ.

Für dieses Jahr erwartet Efird, der auch Geschäftsführer von Suntech America, einem Geschäftszweig von Suntech Power – dem größten Hersteller von Solarmodulen aus kristallinem Silizium – ist, erstmals eine solare Gesamtkapazität von 1 Gigawatt in den USA – eine glatte Verdopplung. „Das ist eine Menge. Vor 15 Jahren haben wir noch in Watt gerechnet, vor 10 Jahren in Kilowatt, und selbst jetzt sind Megawatt noch immer keine Selbstverständlichkeit“, betont er.

Neben dem Preisverfall haben auch staatliche Vergünstigungen die gegenwärtige Entwicklung vorangetrieben. Sie hätten in den vergangenen 18 Monaten den Preis für eine typische 5-Kilowatt-Solaranlage, die auf einem Hausdach installiert wird, von 22.000 auf 16.000 Dollar fallen lassen, rechnet Harry Fleming, CEO von Acro Energy Technologies in Kalifornien, vor. 13.000 Dollar seien bereits realistisch. „Damit wird Solarenergie ein Produkt für die Mittelschicht“, freut sich Fleming.

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(bsc)