IT-Branchenverband Bitkom sieht positiven Trend

Die IT-Branche erwartet fĂĽr 2004 ein Wachstum von 1,5 Prozent; der Branchenverband Bitkom kritisiert aber Bildungs-, Forschungs- und Technologie-Politik.

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Nachdem trotz positiver Prognosen für 2003 die IT-Industrie doch ein Minus von 1,3 Prozent hinnehmen musste, erwartet die Branche nach den jüngsten Zahlen des Branchenverbandes Bitkom für 2004 ein Wachstum von 1,5 Prozent. Erstmals war im Jahr 2003 etwa die Hälfte der deutschen Einwohner online, in absoluten Zahlen hat Deutschland hinter den USA und Japan die drittgrößte Zahl an Internet-Nutzern. Besonders hob der Bitkom-Präsident Willi Berchthold die deutsche Rolle im E-Commerce mit fast dreißig Prozent europäischen Marktanteil hervor. Hinsichtlich der Breitbandanschlüsse liegt Deutschland allerdings im hinteren Mittelfeld, den hohen DSL-Zahlen stehen extrem wenige Anschlüsse über das Fernsehkabel entgegen.

Weiterhin gestiegen ist die Zahl der Mobilfunknutzer und erreicht mit 64 Millionen einen Anteil von 78 Prozent an der Bevölkerung. Mit ungebremstem Optimismus schaut Berchtold auf UMTS: Mit dem seit Jahren propagierten Traum des "Fußballtors auf dem Handy" glaubt er allen Unkenrufen zum Trotz an den Erfolg der UMTS-Netze in Deutschland.

GroĂźen Mangel sieht der Bitkom an den deutschen Schulen, an denen sich vierzehn SchĂĽler einen PC teilten. Berchtold fordert Unterricht zum Umgang mit PC und Internet fĂĽr alle Jahrgangsstufen; er sieht dies als "SchlĂĽsselqualifikation" und "Kulturtechnik" an. Traditionell nimmt der Verband die Bundesregierung in die Kritik, die mit ihrer Innovationsoffensive zwar ein wichtiges Thema auf die politische Agenda gesetzt, aber die Informations- und Kommunikationstechnologien nicht wirklich als zentrales Innovationsfeld erkannt habe. (rme/c't) / (jk)