Apple mit Sammelklagen wegen iPod-Akkus konfrontiert

Apples Musikgeschäft brummt -- aber Sammelklagen wegen der kurzen Akku-Lebensdauer der iPods bedrohen Apple mit Schadensersatzforderungen.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Apples Musikgeschäft brummt -- die Firma feiert nach eigenen Angaben mit iTunes Music Store und Musikplayer iPod einen Erfolg nach dem anderen. Aber gewisse Rückschläge handelt sich Apple auch ein -- Sammelklagen wegen der Akkulebensdauer der ersten iPod-Modelle drohen; und so richtig auf Begeisterung stieß die Pepsi-Reklame während des Superbowls für den Musik-Download über Apples iTunes Music Store bei den Fans ja nicht. Immerhin führte der Spot zu einem rasanten Anwachsen der Zugriffe auf Apples Online-Musikshop, was angesichts des Versprechens, durch den Kauf von Pepsi Cola in den Genuss von kostenlosen Downloads zu kommen, aber auch nicht wirklich verwundert. Der Spot selbst aber enttäuschte wohl die Erwartungen, die durch Apples eigenen Spot zur Einführung des Macintosh während des Superbowl 1984 auch recht hoch geschraubt waren.

Ernsthaftere Probleme mit seinen Musikangeboten könnte Apple aber bei den portablen Playern der iPod-Reihe bekommen. Insgesamt fünf Sammelklagen gegen Apple wurden in den USA eingereicht. Nach Berichten in US-Medien werfen die Kläger Apple vor, dass die Batterien der ersten iPod-Modelle zu schnell den Geist aufgaben und sich nicht mehr richtig aufladen ließen -- bereits nach 18 Monaten mussten die ersten Akkus ausgewechselt werden. Dies aber war ein Reparaturfall, den der Anwender nicht selbst erledigen konnte, und der bei Apple anfangs mit sehr hohen Kosten verbunden war. Mittlerweile bietet Apple in den USA einen Akkutausch für rund 100 US-Dollar an und verlängert dabei auch die Gewährleistung für die neuen Akkus.

Mit dem Verhalten zu diesem Problem breche Apple trotz der Nachbesserung beim Akkutausch die vertraglich zugesicherte Garantie, habe in der Werbung falsche Versprechen gegeben und sich im Wettbewerb unfair verhalten, werfen die Kläger der Firma vor. Die Sammelklagen, die zwischen dem 23. und 30. Dezember in Nordkalifornien eingereicht wurden, sollen nach den Forderungen der Kläger zusammengefasst werden. Laut dem am gestrigen Dienstag veröffentlichten Filing bei der US-Handels- und Börsenaufsicht zu den jüngsten Apple-Quartalsbilanzen verlangen die Kläger Schadensersatz in noch nicht bezifferter Höhe. Man beginne gerade mit der Untersuchung dieser Forderungen, erklärt Apple in dem Dokument. (jk)