SGI führt Gespräche über Verkauf von Alias
Der Server- und Workstation-Spezialist SGI führt Verhandlungen mit privaten Investmentfirmen über einen Verkauf des 3D-Software-Spezialisten Alias.
Der Server- und Workstation-Spezialist SGI führt Verhandlungen mit privaten Investmentfirmen über einen Verkauf des 3D-Software-Spezialisten Alias. Wenn der Verkauf zustande kommt, soll Alias als eigenständiges Unternehmen weiter existieren. Der Vertrieb der gesamten Produktpalette soll ohne Unterbrechung fortgesetzt werden. Es werde keine Änderungen in der Geschäftsführung und -struktur geben; der Kundendienst werde ebenfalls fortgesetzt, versicherte SGI. "Der Verkauf von Alias wird beiden Unternehem ermöglichen, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren", sagte SGI-Chef Bob Bishop. SGI wolle sich, wie schon früher verkündet, auf High-Performance Computing, Speichersysteme und Visualisierungslösungen konzentrieren und dabei besonderes Schwergewicht auf den schnell wachsenden Linux-Markt legen.
Alias hat im vergangenen Geschäftsjahr rund 65 Millionen US-Dollar umgesetzt. Dabei wurde ein operativer Gewinn von 5,7 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Im zweiten Geschäftsquartal verzeichnete Alias einen Umsatz von 18,4 Millionen US-Dollar. Der operative Gewinn lag in diesem Quartal bei 2,7 Millionen US-Dollar. Alias entwickelt unter anderem 3D-Software (Maya) für die Filmindustrie. 3D-Spezialeffekte wie etwa die Wassertentakel im Unterwasser-Drama "The Abyss" oder der morphende Quecksilber-Roboter T-1000 aus "Terminator 2" sind mit Programmen von Alias realisiert worden. (rro)