Computer, heile dich selbst!
Ein neues Eclipse-Plug-in soll die Entwicklung autonom agierender, sich selbst wartender Applikationen ermöglichen.
"Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Computer sich selbstständig aus Problemsituationen herauswinden, noch bevor Sie gemerkt haben, dass irgendetwas schief gelaufen ist." So bewirbt IBM die Idee des Autonomic Computing. Ein Open-Source-Toolkit, mit dessen Hilfe sich autonome Applikationen programmieren lassen, will IBM nun als Plug-in für die quelloffene Entwicklungsumgebung Eclipse auf den DeveloperWorks-Seiten veröffentlichen.
Der Startschuss zu IBMs Autonomic-Computing-Initiative kam im Jahre 2001 -- als sich selbst wartender Server im Rahmen des Eliza-Projekts. Wie in einem menschlichen Organismus sollen sich verteilte Systeme selbst heilen können, dank sich selbst konfigurierender und optimierender Komponenten der Mensch nur noch selten in das Geschehen eingreifen müssen. Das war die Grundidee, die Betriebskosten für komplexe Umgebungen drastisch zu senken -- und, betont Ric Telford, Architektur- und Technologie-Chef bei IBM Autonomic Computing, es Unternehmen erlauben, die freigewordenen Kapazitäten in neue Projekte zu stecken.
Der Begriff Eliza hat in der Forschung zu künstlicher Intelligenz Tradition. In den Sechzigerjahren entwickelte der Computerwissenschaftler Joseph Weizenbaum eine Gesprächssimulation namens Eliza. (ola)