Infineon und IG Metall einigen sich auf Haustarifvertrag

Der Konzern war im November 2008 angesichts der Wirtschaftskrise und drückender Schulden aus dem Arbeitgeberverband ausgeschert, um vereinbarte Lohnerhöhungen nicht mitzutragen. Mit dem Haustarifvertrag gehen Unternehmen und Gewerkschaft wieder einen Schritt aufeinander zu.

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Von
  • dpa

Der Chiphersteller Infineon und die IG Metall haben mit dem Abschluss eines Haustarifvertrages für die Beschäftigten in Bayern wieder einen Schritt aufeinander zu gemacht. Der Haustarifvertrag sei für die Zeit vom 1. März 2010 bis zum 31. Dezember 2011 vereinbart worden, teilte Infineon am Dienstag in München mit. Darin ist eine Gehaltserhöhung um 2,2 Prozent zum 1. Oktober 2010 vorgesehen sowie eine weitere Anhebung um 2,0 Prozent zum 1. Mai 2011. Außerdem erhalten die Mitarbeiter im kommenden Monat eine Einmalzahlung von 650 Euro.

Der für das Tarifgebiet Bayern abgeschlossenen Vereinbarung müssten die zuständigen Gremien noch zustimmen, erklärte das Unternehmen. Nach Angaben der IG Metall gilt die Einigung für insgesamt rund 5200 Beschäftigte am Unternehmenssitz in Neubiberg nahe München und in Regensburg.

Der Konzern war im November 2008 angesichts der Wirtschaftskrise und drückender Schulden aus dem Arbeitgeberverband ausgeschert, um vereinbarte Lohnerhöhungen nicht mitzutragen. Einem Wiedereinstieg in den Verband stand das Unternehmen zuletzt skeptisch gegenüber. Nötig sei eine flexible Entlohnung in der Branche, hatte Infineon- Finanzvorstand Marco Schröter Ende Januar erklärt. Erst kürzlich hatten Beschäftigte in Regensburg und München mit Warnstreiks Druck auf das Unternehmen gemacht und gefordert, den Tarifabschluss für die Branche aus 2009 in diesem Jahr nachzuholen. (jk)