Wafer-Hersteller Siltronic soll im März an die Börse

Weltweit hat die für die Wafer-Herstellung zuständige Wacker-Tochter Siltronic an den Standorten in Europa, in den USA, Asien und Japan rund 7000 Beschäftigte.

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Von
  • Jürgen Kuri

Der Wafer-Hersteller Siltronic AG mit einem Standort in Freiberg soll nach einem Bericht der Financial Times Deutschland bereits im März an die Börse gehen. Die Zeitung beruft sich in ihrer Freitagausgabe dabei auf Bankenkreise. Damit wäre die Tochter des Konzerns Wacker-Chemie seit Herbst 2002 das erste deutsche Unternehmen, das den Börsengang wagt.

Konzernsprecher Christof Bachmair wollte zu dem Bericht gegenüber dpa nicht Stellung nehmen: "Das ist eine reine Marktspekulation und das kommentieren wir nicht", sagte er der dpa. Er verwies darauf, das Wacker vor einem Monat den Börsengang seiner Tochter Siltronic ohne konkreten Zeitplan angekündigt hatte. Jahre werde das aber nicht dauern, hieß es Ende Januar.

Wacker ist mit 2,7 Milliarden Euro Umsatz und weltweit 16.000 Beschäftigten eine der großen deutschen Familiengesellschaften. Die Firma -- geleitet vom Konzernchef Dr. Peter-Alexander Wacker -- ist der größte nichtjapanische Hersteller von Reinstsilizium-Wafern für die Halbleiterherstellung. Weltweit hat die für die Wafer-Herstellung zuständige Tochter Siltronic nach eigenen Angaben an den Standorten in Europa, in den USA, Asien und Japan rund 7000 Beschäftigte. Siltronic baut gerade ein neues Werk für 300-mm-Wafer in Freiberg im "Silicon Saxony" auf. Das neue Werk hat im Dezember 2003 bereits seinen Testbetrieb der ersten Prozess-Stufe aufgenommen, ab Juni 2004 sollen die Kunden beliefert werden. Im Vollausbau soll es dann 150.000 Wafer pro Monat herstellen. Derzeit produziert Wacker etwa 70.000 300-mm-Wafer im Monat an den beiden Standorten Burghausen und Kikari (Japan).

Für das Werk in Freiberg hat die EU-Kommission gerade erst knapp 121 Millionen Euro staatlicher Beihilfen genehmigt. Es sollen rund 630 Arbeitsplätze direkt sowie 220 Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. Die Gesamtinvestition hat nach Angaben von Wacker ein Volumen von 431,8 Millionen Euro. (jk)