Einzelhandel blickt skeptisch in die Zukunft
Bei den vom Münchner ifo-Institut befragten Einzelhändlern hat sich das Geschäftsklima im Februar eingetrübt. Im Bereich Unterhaltungselektronik zeigten sich die Händler zum ersten Mal seit dem Frühjahr 2009 wieder unzufrieden mit ihrer Situation.
Gegenüber dem Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München (ifo ) haben Einzelhändler im Februar ihre aktuelle Geschäftslage schlechter als im Vormonat bewertet und zugleich Skepsis im Hinblick auf das kommende halbe Jahr geäußert: Gestiegene Lagerbestände gingen einher mit gesunkenen Verkaufspreisen und einer restriktiveren Orderplanung. Für die kommenden drei Monate sahen die Unternehmen aber nicht mehr so starken Preissenkungsbedarf wie zuletzt.
Im Bereich Unterhaltungselektronik zeigten sich die Händler zum ersten Mal seit dem Frühjahr 2009 wieder unzufrieden mit ihrer Situation. Zum fünften Mal in Folge mehrten sich die skeptischen Stimmen hinsichtlich des erwarteten Geschäftsverlaufs im kommenden halben Jahr. Die Lager konnten jedoch geräumt werden.
Im Bereich Computer, Hard- und Software waren die Händler zwar erneut weniger unzufrieden mit ihrer Geschäftssituation, die Aussichten für die Zukunft trübten sich jedoch wieder stark ein. Insbesondere planten die Firmen einen verstärkten Stellenabbau.
Der ifo -Geschäftsklima-Index basiert auf rund 7000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie können ihre Lage mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" und ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monaten als "günstiger", "gleich bleibend" oder "ungünstiger" kennzeichnen. (fm)