Hinter den Kulissen der Internet-Überwachung
Ein IT-Berater, der vier Monate im Nahen Osten verbracht hat, um eine Internet-Überwachung zum Laufen zu bringen, hat Technology Review einen seltenen Einblick in das Geschäft der "lawful interception" gewährt.
Die Überwachung der Internet-Kommunikation ist ein florierendes Geschäft, vor allem in autoritären Staaten. Doch obwohl die "lawful interception" in den jeweiligen Zielländern streng nach Recht und Gesetz praktiziert wird, scheuen die Hersteller solcher Anlagen das Licht der Öffentlichkeit.
Ein IT-Berater, der vier Monate im Nahen Osten verbracht hat, um eine solche Anlage zum Laufen zu bringen, hat Technology Review nun einen seltenen Einblick in das Geschäft der Überwacher gewährt (TR 03/2010 ist am Kiosk erhältlich oder portokostenfrei online zu bestellen). Zeitpunkt, Namen und Orte sind in dem Protokoll zwar geändert, doch die Schilderung lässt an der oft vermuteten Allmacht der Internet-Kontrolleure schwere Zweifel aufkommen. So reiche es beispielweise aus, Mail oder Chat nicht über Standard-Ports laufen zu lassen, um das Radar der Überwachung zu unterlaufen.
- Mehr in TR 3/2010 (Leseprobe): Mein Job beim Big Brother
(wst)