Bundeskanzler will Motorola-Zentrale in den USA besuchen

Zusammen mit Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Rohwer will Schröder sich für den langfristigen Erhalt des Standortes Flensburg einsetzen.

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  • dpa

Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Bernd Rohwer will sich in der US-amerikanischen Motorola-Zentrale für den langfristigen Erhalt des Standortes Flensburg einsetzen. Rohwer werde an diesem Donnerstag mit Bundeskanzler Gerhard Schröder die Motorola-Zentrale in Schaumburg bei Chicago besuchen, teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

Im Flensburger Werk sind Ende vergangenen Jahres 600 Arbeitsplätze verloren gegangen. Damit wurde ein Drittel der Stellen gestrichen und ein Teil der Produktion nach China verlagert. Eine Qualifizierungsgesellschaft hat den Großteil der Beschäftigten aufgefangen. In Flensburg werden weiterhin die neuen UMTS-Mobilfunktelefone gefertigt und weltweit vertrieben. Außerdem ist die Niederlassung nach wie vor das einzige Distributionszentrum für alle Handys in ganz Europa, den Mittleren Osten und Afrika.

Im Gespräch mit Vorstandsmitgliedern der US-Zentrale will Rohwer auch für das in Flensburg geplante Kompetenzzentrum für mobile Kommunikation werben. Er hoffe auf eine Unterstützung des Projekts aus der Konzernzentrale, hieß es. Das neue Entwicklungszentrum könne auch wichtige Effekte für die Flensburger Motorola-Niederlassung auslösen. (dpa) / (anw)