US-Senatoren wollen Nutzer vor unachtsamem Filesharing bewahren
Die den Demokraten angehörende Senatorin Amy Klobuchar und ihr republikanischer Kollege John Thune haben einen Entwurf für einen "P2P Cyber Protection and Informed User Act" gegen Gefahren vorgestellt, die von arglosem P2P-Filesharing ausgehen.
Die den Demokraten angehörende US-Senatorin Amy Klobuchar und ihr republikanischer Kollege John Thune wollen Filesharing-Nutzer besser davor schützen, unbedacht Datenschutzlücken zu erzeugen und unwissentlich Sicherheitsverletzungen zu begehen. Sie haben dazu Ende der Woche einen interfraktionellen Entwurf für einen "P2P Cyber Protection and Informed User Act" vorgestellt. Das Vorhaben soll sicherstellen, dass Filesharing-Programme nicht ohne Benachrichtigung und Einwilligung von Computer-Anwendern auf deren Rechnern installiert werden können. Die Anbieter von Software zur Nutzung von Peer-2-Peer-Netzwerken müssten gemäß dem Papier den Benutzer jeweils klar darauf hinweisen, dass Dateien auf ihrer Festplatte zum Tausch freigegeben werden.
Die Initiative sieht weiter vor, dass die Anbieter von Filesharing-Programmen das Blockieren der Installation einer solchen Software oder deren Entfernung nicht verhindern dürfen. Über die Durchsetzung der Bestimmungen soll die Federal Trade Commission (FTC) wachen. Die US-Handelsaufsicht informierte gerade rund 100 Organisationen darüber, dass der Einsatz von P2P-Programmen zu umfassenden ungewollten Datenabflüssen geführt habe. Darunter haben sich sensible Informationen über Kunden und Angestellte befunden, die zum Identitätsdiebstahl genutzt werden könnten.
"Als frühere Strafverfolgerin weiß ich, dass man Vorkehrungen gegen Identitätsdiebstahl und Sicherheitslecks treffen kann", begründete Klobuchar den Vorstoß. Familien liefen Gefahr, unbeabsichtigt "all ihre privaten Dateien wie Steuererklärungen, Rechtsdokumente, medizinische Aufzeichnungen und ihre Heimvideos mit anderen Nutzern zu teilen, wenn sie an Peer-to-Peer-Netzwerke angeschlossen sind". Es sei wichtig, Verbraucher über diese Bedrohungen für ihre Privatsphäre aufzuklären. Schon 2007 waren zuvor im US-Repräsentantenhaus mögliche Auswirkungen unachtsamen Filesharings auf die nationale Sicherheit thematisiert worden. Bereits seit 2005 gibt es im US-Kongress Überlegungen P2P-Softwareanbieter stärker zur Verantwortung zu ziehen. (gr)