Hannover: Umweltzone steht wieder zur Debatte
CeBIT-Besucher brauchen derzeit noch keine BuĂźgelder zu befĂĽrchten, wenn sie mit einem Auto ohne Umweltplakette in die Innenstadt fahren.
Zwar liegt das Hannoversche Messegelände außerhalb der Umweltzone, doch für den abendlichen Restaurant-Besuch wird so mancher CeBIT-Besucher in die Innenstadt fahren wollen. Für einige Autos ist dies jedoch verboten, denn seit Jahresanfang gilt – trotz einer gescheiterten Intervention von Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander – die dritte Stufe der Umweltzone: Nur noch mit einer grünen Plakette geschmückte Autos dürfen in die Innenstadt fahren.
Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil hatte sich mit Sander jedoch darauf geeinigt, dass es die Stadt in einer drei Monate währenden Karenzzeit bei einer Ermahnung von Plakettensündern belassen werde, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung am Wochenende. Danach müssten Halter von Fahrzeugen ohne grüne Plakette allerdings mit einem Bußgeld rechnen, sofern sie für das Fehlen keinen "nachvollziehbaren Grund" angeben könnten – etwa Lieferschwierigkeiten von Rußfiltern.
Ein zweiter Passus der Einigung zwischen Weil und Sander sorgt derweil fĂĽr Streit im hannoverschen Rat: Eine Arbeitsgruppe soll untersuchen, ob der vorgeschriebene Luftreinhalteplan auch ohne Umweltzone zu erfĂĽllen ist. Damit steht die Umweltzone wieder zur Debatte, denn die Experten sollen eine ergebnisoffene Diskussion fĂĽhren. Solange kein neues Konzept vorliegt, gilt allerdings die letzte Stufe der Umweltzone. (ll)