Computerwürfel mit Gestensteuerung
Eine Konzeptstudie vereint ein "Minority Report"-ähnliches Interface mit mehreren Bildschirmen.
Wenn es nach den Forschern von Lunar Europe geht, haben unsere Rechner in einigen Jahren Würfelform und werden mittels Gesten gesteuert: Das jedenfalls geht aus einer Konzeptstudie namens "Gesture Cube" hervor, die die Münchner Firma im Februar in Kooperation mit dem Designbüro Zinosign (User Interface) und dem Hardware-Entwickler Ident Technology (Innenleben) vorstellte und in einem Video auf YouTube präsentiert. "Man muss nur mit der Hand winken, um auf Musik, das Web, die Freunde und die Familie zuzugreifen", heißt es in der Beschreibung. Der Würfel könne Bewegungen im Raum und ihren Abstand zum Gerät dreidimensional erfassen und erlaube damit eine geradezu "magisch intuitive Bedienung".
Insgesamt fünf Displays wurden dazu auf den sichtbaren Seiten des Würfels verteilt, der auf vier Füßchen steht und sich auf Wunsch auch transportieren lässt. Die Gestenerkennung erlaubt die vollständig berührungslose Nutzung – bestimmte Fingerbewegungen ermöglichen Zooms, das Selektieren von Menüpunkten oder das Wechseln einzelner Ansichten. Die Bedienung erinnert dabei an Filme wie "Minority Report", in denen der Protagonist seinen Rechner ebenfalls gestengesteuert verwendet. Lunar Europe sieht dies als natürliche Weiterentwicklung nach den berührungsempfindlichen Touchscreens an.
Technology Review-Kolumnist Peter Glaser gibt sich der neuen Technologie gegenüber allerdings nur eingeschränkt aufgeschlossen, weswegen er sie auch in seinen aktuellen "Verriss des Monats" aufgenommen hat: Der Gesture Cube sei schlicht zu groß, um ihn adäquat bedienen zu können.
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(bsc)