Drei weitere Notebook-Angebote

Nachdem die letzten Notebook-Angebote mit über 1450 Euro nicht wirklich billig waren, tauchen jetzt bei Lidl, Tchibo und Mediamarkt Tragbare für 1299 und sogar 1111 Euro auf.

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Nach den beiden Notebooks mit TV-Tuner von Aldi und Mediamarkt für über 1450 Euro tauchen jetzt bei Tchibo und Lidl wieder etwas billigere Notebooks für 1299 Euro auf. Zudem präsentiert die Kooperation T-Online/Bild.de ein neues Volks-Notebook für 1111 Euro, nachdem 4MBO praktisch pleite ist, der bisherige Lieferant der Volks-PCs und -Notebooks.

Das neue Volks-Notebook ist ein Toshiba Satellite A30-101, das bei Toshiba selbst noch 1399 Euro kostet, beim Media-Markt aber für 1111 Euro angeboten wird. Drin stecken die Mobil-Version vom Intel Pentium 4 mit 2,4 GHz, 512 MByte Speicher und eine 40-GByte-Festplatte. Ein separater Grafikchip fehlt, stattdessen übernimmt der ATI-Chipsatz IGP 9000 die Grafikausgabe; er arbeitet schneller als bisherige integrierte Chipsätze, kann aber mit aktuellen 3D-Grafikchips nicht mithalten und bleibt auch hinter dem Fast-Namensvetter ATI Mobility Radeon 9000 deutlich zurück. Das Display misst 15 Zoll in der Diagonalen und zeigt dafür recht grobe 1024 × 768 Punkte (XGA). Das optische Laufwerk beschreibt CDs (max. 10X CD-RW, 24X CD-R) und liest CDs (max. 24X) und DVDs (max. 8X). Die Schnittstellenausstattung (LAN, Firewire, 2×USB 2.0, Modem, 1×PC-Card, TV-Ausgang, VGA, Parallel, Audioeingang, Mikrofoneingang, Kopfhörerausgang) ist zeitgemäß, allerdings fehlen Bluetooth und WLAN. Als Software liegen Windows XP Home, MS Works 7.0, MS One Note, WinDVD und die Brennersoftware Drag'n'Drop CD bei. Toshiba gewährt auf das A30 eine zweijährige Garantie mit Abholservice. Laut Toshiba wiegt das A30 3,5 Kilogramm und ist zwischen 3,8 und 4,5 Zentimeter dick -- für den ständigen Mobileinsatz zu schwer und zu groß. Die Laufzeit gibt Toshiba mit gerade mal 2 Stunden an.

Tchibo veröffentlicht derzeit nur wenige Details zum 1299 Euro teuren "Multimedia-Notebook", das ab Montag, 8.3., online bestellbar sein soll. Demnach hat es als Besonderheit ein Breitformat-Display mit 15,4 Zoll Diagonale und einen DVD-Brenner, der DVD-R und DVD+R beschreiben können soll. Weiterhin stecken der AMD Mobile Athlon XP 2600+ und ein ATI-Chipsatz mit integrierter Grafik im Notebook, der Hauptspeicher ist 512 MByte groß, die Festplatte 60 GByte. Tchibo liefert als Software Windows XP Home, MS Works 7.0, Ahead Nero Burning ROM, Cyberlink Home Cinema, Power Director und einige weitere Tools mit, zudem liegen eine Tasche und die DVD Ice Age bei. Die Garantie beträgt 3 Jahre. Das Gewicht liegt bei 2,9 Kilogramm, zudem sind LAN und Modem eingebaut; weitere Details verrät Tchibo nicht.

Laut dieser Daten und laut Foto (unter dem übrigens eingebautes WLAN erwähnt wird) handelt es sich um den Arima-Barebone W720-K7, der als Gericom Select Advance auf dem Prüfstand der c't 5/04 einen guten Eindruck hinterließ (Spitzen-Display, rund 3,3 Stunden Laufzeit, recht selten anspringender Lüfter, aber für 3D-Spiele schlecht geeignet und etwas knarziges Gehäuse). Doch dessen Display hat ein Seitenverhältnis von 1,6:1, während Tchibo von 1,5:1 spricht. Die bekannten Displays mit 1,5:1 haben wiederum eine Diagonale von 15,2 Zoll, sodass vermutlich eine der beiden Angaben bei Tchibo fehlerhaft ist. Bei Gericom kostet das Notebook mit ähnlicher Ausstattung (z.B. ohne Ice Age und mit nur 2-jähriger Garantie) 1424 Euro.

Lidl bietet das Targa Visionary XP-210 2800+ für 1299 Euro ab nächstem Samstag (13.3.) in einigen Bundesländern (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie Teile von Nordrhein-Westfalen und Hessen) an. Targa hat einen besonders schnellen DVD-Brenner (4X DVD+R, 2,4X DVD-RW, 2X DVD-R/-RW, 16X CD-R beim Schreiben) und als Grafikchip den für aktuelle 3D-Spiele geeigneten DirectX-9-Chip ATI Radeon Mobility 9600 mit 64 MByte Speicher eingebaut. Zudem sitzen der AMD Mobile Athlon XP 2800+, 512 MByte Hauptspeicher und eine 60 GByte große Festplatte im Notebook. Das Display zeigt recht grobe 1024 × 768 Punkte auf 15,1 Zoll. Die Schnittstellen fallen üppig aus, zu den üblichen (LAN, Modem, USB 2.0, Firewire, TV-Ausgang, VGA, PC-Card, Parallel, Mikrofoneingang, Audioausgang) kommen ein SPDIF-Ausgang, ein Kartenleser (SD/MMC, MemoryStick, SmartMedia) und eine PS/2-Buchse hinzu. Als Zubehör legt Targa zwei PCMCIA-Karten bei, die allerdings nicht gleichzeitig einsteckbar sind, weil nur ein Slot vorhanden ist: Eine bindet das Notebook per IEEE 802.11b in WLAN-Funknetze ein, die andere dient zur Aufnahme von CompactFlash-Speicherkarten. Als Software liegen Windows XP Home, MS Works 2004 und Software zum DVD-Brennen sowie zur Videoberabeitung bei. Die Laufzeit gibt Targa mit 2,5 Stunden an, das Gewicht mit 3,5 Kilogramm. Die Garantie beträgt 3 Jahre und umfasst einen Abholservice.

Laut Fotos handelt es sich nicht mehr um den Barebone N251 von Uniwill, den Targa für die älteren Modelle der Visionary-Baureihe nutzte, sondern um das neuere N755 des gleichen Produzenten, das in ähnlicher Form aus als Fujitsu-Siemens Amilo D oder (mit Intel-Innenleben) als Gericom Hummer erhältlich ist. Das Gehäuse erwies sich bisher als stabil, allerdings liefen die Lüfter häufig und nicht gerade leise.

Alle drei Notebooks eignen sich aufgrund der großen und schweren Gehäuse nicht für den ständigen Mobileinsatz. Das Mediamarkt-Angebot von Toshiba verzichtet zugunsten eines niedrigen Preises auf höchste Gigahertz-Zahlen und einen DVD-Brenner, der Mobilprozessor und das große Gehäuse versprechen ein recht niedriges Arbeitsgeräusch. Allerdings wird der integrierte Grafikchipsatz mit modernen 3D-Spielen wohl seine Schwierigkeiten haben. Für etwa 200 Euro mehr bekommt man entweder das Lidl- oder das Tchibo-Angebot. Beide haben einen DVD-Brenner (Lidl den schnelleren) und eine 60-GByte-Festplatte. Lidls Targa-Notebook bietet die deutlich schnellere Grafik, allerdings dürfte der Lüfter auch häufiger anspringen. Im Tchibo-Notebook steckt -- vermutlich -- eine noch langsamere Grafik, aber ein Spitzendisplay und ein recht selten anspringender Lüfter, zudem hält der Akku wohl recht lange. (jow)