Cisco entwickelt keine Wimax-Basisstationen mehr

Offenbar zugunsten der Mobilfunktechnik LTE zieht sich Cisco aus der Entwicklung von Wimax-Basisstationen zurück. Seine vorhandenen Wimax-Geräte will der Hersteller jedoch weiterhin verkaufen.

vorlesen Druckansicht 17 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Reiko Kaps

Der NetzwerkausrĂĽster Cisco will keine Wimax-Basisstationen mehr entwickeln und bauen, berichten verschiedene US-Medien. Seine bereits vorhandenen Wimax-Produkte aus dem Bereich Radio Access Network (RAN) will der Hersteller jedoch weiterhin verkaufen.

Diese Entscheidung hängt offenbar mit den Ankündigungen der US-Provider Verizon und AT&T zusammen, die ihre Mobilfunknetze mit der 4G-Technik LTE (Long Term Evolution) ausbauen wollen. LTE verspricht hohe Übertragungsraten um 100 MBit/s und soll sich im Unterschied zur Konkurrenztechnik Wimax über die Zwischenschritte HSDPA und HSUPA einfacher und kostengünstiger in vorhandene UMTS-Netze einbauen lassen.

Nach einer sorgfältigen Revision habe sich Cisco entschieden, keine neuen Wimax-Basisstationen mehr zu entwickeln, zitiert beispielsweise FierceBroadbandWireless die Cisco-Sprecherin Jennifer Buchhalter. Ihr Kollege Jim Brady erklärte gegenüber Computerworld, dass Cisco seinen vorhandenen Wimax-Kunden bei der Umstellung auf LTE unter die Arme greifen werde.

Cisco hatte sich 2007 mit der Übernahme von Navini Networks in den Wimax-Markt eingekauft. Gemeinsam mit dem Provider Clearwire baut das Unternehmen seit Anfang 2009 Wimax-Netze in zahlreichen US-Städten auf. Außerdem ist Cisco neben Intel, Samsung Electronics, Sprint Nextel, Alcatel-Lucent und Clearwire an einer gemeinsamen Wimax-Lizenzverwaltung beteiligt. Deren Ziel ist es, die Kosten für die Nutzung von Wimax-Technik zu begrenzen und damit die Verbreitung der Technik zu fördern. (rek)