Cebit

E-Plus setzt auf Telefonie

E-Plus sieht einen kommerziellen Erfolg für UMTS erst in zwei bis drei Jahren und will sich bis dahin auf das Telefoniegeschäft konzentrieren.

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Deutschlands drittgrößter Mobilfunkanbieter E-Plus sieht einen kommerziellen Erfolg für UMTS erst in zwei bis drei Jahren und will bis dahin seine Umsätze vor allem im Telefoniegeschäft machen. In einem Interview mit der Berliner Zeitung sagte E-Plus-Chef Uwe Bergheim, dass "der Zugang zum Internet wohl noch länger kabelgebunden bleiben wird". Er setze eher auf die Verlagerung der Festnetztelefonie in Mobilfunknetze – über das Festnetz würden derzeit 85 Prozent aller Gespräche geführt. An diesen Markt wolle E-Plus heran, sagte Bergheim. Daher werde das Unternehmen auch weiter große Summen in das GSM-Netz investieren. Zudem sei eine Technologie alleine keine Garantie dafür, dass Kunden auch bereit sind, Geld für neue Multimedia-Angebote zu zahlen.

Dennoch werde E-Plus "natürlich" bald UMTS-Angebote machen. Näheres will das Unternehmen zur CeBIT verkünden. Der flächendeckende Netzausbau werde allerdings noch einige Jahre benötigen und zunächst in den Ballungsräumen stattfinden.

Erneuten Fusionsgesprächen mit anderen Mobilfunkunternehmen erteilte Bergheim eine Absage. Nach dem Abbruch der Gespräche zwischen der Konzernmutter KPN und dem Konkurrenten O2 werde das Unternehmen seine Ziele allein erreichen, so Bergheim weiter: "Bis 2006/2007 wollen wir rund elf Millionen Kunden haben. Das ist unsere kritische Masse, um profitabel im Markt zu bestehen. Und die werden wir erreichen." (ll)