Hightech aus ostdeutschen Hochschulen
15 Hochschulen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen präsentieren sich in Halle 11 auf ihrem CeBIT-Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft".
Gemeinsam präsentieren sich 15 Hochschulen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Halle 11 auf ihrem CeBIT-Gemeinschaftsstand Forschung für die Zukunft (Stand D31). Rechnerarchitektur-Experten der TU Chemnitz zeigen etwa, wie die Kommunikation in einem Rechner-Cluster beschleunigt werden kann. Sie benutzen dazu den neuen Datentransfer-Standard InfiniBand, der wesentlich höhere Datenraten zulässt als das verbreitete Ethernet. "Derzeit lässt sich die Bandbreite der Datenübertragung etwa vervierfachen", so der Diplom-Informatiker Torsten Mehlan von der TU Chemnitz. Wichtige Branchengrößen wie Sun und IBM würden mittlerweile auch auf die neue InfiniBand-Technik bauen. "InfiniBand setzt sich bei den Clustern immer mehr durch, was auch an den sinkenden Preisen der Hardware-Komponenten liegt", so Mehlan.
Forscher der TU Dresden informieren ĂĽber das so genannte Spider-Net (Sensor Platform for Intelligent aD-hoc wirEless Relaying NETwork), eine Testplattform fĂĽr drahtlose Sensornetzwerke. Sie besteht aus vielen kleinen, einfach gebauten, batteriebetriebenen Sensoren und einer Basisstation. Die Sensoren senden Messwerte wie Temperatur oder Helligkeit an die Basisstation. Anhand der empfangenen Daten kann die Basisstation wiederum Befehle an die Sensoren senden ("Licht aus"). Weiterhin sollen die Daten via Internet verfĂĽgbar sein. Die Dresdener Forscher wollen die energiesparende geringe Sendeleistung der Sensoren dadurch kompensieren, dass diese gleichzeitig als Router fĂĽr die Kommunikation anderer Sensoren dienen.
Die TU Ilmenau ist auf der CeBIT mit einem System für den Entwurf von Schaltungen dabei, die sowohl analoge als auch digitale Signale verarbeiten können. Module und Werkzeuge rund ums virtuelle Lernen stellt die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vor. (ll)