Tarifverhandlungen bei der Telekom vor dem Abschluss
Bis Ende 2008 sollen betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen und 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Nach fünf Verhandlungsrunden steht eine Einigung im Tarifstreit bei der Deutschen Telekom unmittelbar bevor. In den Verhandlungen mit dem Bonner Konzern über ein Beschäftigungsbündnis sei ein Ergebnis erzielt worden, dass die Arbeitsplätze sichere, teilte ver.di mit. Danach sollen unter anderem bis Ende 2008 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen und 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Gleichzeitig wird die wöchentliche Arbeitszeit bei teilweisen Lohnkürzungen verringert.
Stimmt die Große Tarifkommission in der kommenden Woche dem Angebot zu, werden die Gehälter der rund 70.000 Beschäftigten der Festnetztochter T-Com um 2,7 Prozent erhöht. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 15 Monaten. Nach Angaben eines Telekom-Sprechers kann davon ausgegangen werden, dass auch die Einkommen der 50.000 T-Com-Beamten um den gleichen Prozentsatz erhöht werden. Ihnen wird nach Angaben von ver.di kein Sonderopfer abverlangt.
Die wöchentliche Arbeitszeit soll künftig von 38 auf 34 Stunden gesenkt werden. Bezahlt werden die Angestellten der T-Com aber für 35,5 Stunden. "Das bisherige Verhandlungsergebnis belegt, dass mit Wochenarbeitszeitverkürzungen Beschäftigung gesichert und dazu ein Entgeltausgleich erstritten werden kann", erklärte der ver.di- Verhandlungsführer Franz Treml.
Für die Beschäftigten der Personal-Service-Agentur Vivento vereinbarten die Tarifparteien einen Grundschutz, unabhängig vom individuellen Beschäftigungsstatus. Dieser beträgt 85 Prozent des bisherigen Jahresentgeltes. Vivento muss nach ver.di-Angaben zwingend Beschäftigungsmöglichkeiten bereitstellen. Geschieht dies innerhalb von drei Monaten nicht, müssen die Gehälter wieder auf 100 Prozent aufgestockt werden. (anw)