GDC: Uncharted 2 dominiert Developers Choice Awards
Gleich fünfmal räumte Sonys Indiana-Jones-Adaption bei den von Warren Spector moderierten Spiele-Oscars ab. Bei den Independent-Awards wurden Limbo und Monaco doppelt geehrt.
(Bild:Â Sony Computer Entertainment)
Von den elf zu vergebenden Preisen für die besten Spiele der Game Developers Choice Awards gingen gleich fünf an das Action-Adventure Uncharted 2 von Naughty Dog: Die Indiana-Jones-Adaption heimste Preise für den besten Ton, beste Erzählung, beste Technik und künstlerische Darstellung sowie für das beste Spiel ein. Die Dominanz war so erschlagend, dass selbst die Gewinner des Ambassador Awards, Penny Arcade, witzelten, sie hätten gedacht, Uncharted 2 würde auch ihnen den Preis wegschnappen.
Immerhin bedachte der durch die Show führende Warren Spector das Puzzle-Spiel Scribblenauts von Warner Interactive mit zwei Trophäen: Trotz offensichtlicher Mängel in der Umsetzung wählten es die Spielentwickler zum besten Handheld-Spiel und kührten es mit dem Innovationspreis. Für sein Game Design wurde der Überraschungshit des letzten Jahres Batman: Arkham Asylum ausgezeichnet. In den jungen Kategorien bestes Spieledebüt, bestes Social & Online Game sowie bestes Downloadspiel gewannen das Action-Rollenspiel Torchlight, Zyngas Facebook-Suchtmittel Farmville und das meditative Flower von thatgamecompany.
Für seine Verdienste um die Spiele-Industrie wurde Gabe Newell von Valve Software mit dem Pioneer Award ausgezeichnet. Als John Carmack – der "Godfather of Ego Shooters", wie Laudator Will Wright ihn nannte – für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, gab es Standing Ovations im Publikum. Carmack war sichtlich gerührt und witzelte, dass er sich demnächst mit der Kernfusion beschäftigen werde, sobald er mit seinem Raketenprogramm den Weltraum erobert hätte.
(Bild:Â Playdead)
Kurz bevor die Preise der Spiele-Industrie auf der Game Developers Conference in San Francisco verteilt wurden, fand die Preisverleihung der IGF Awards an die besten Independent-Spiele statt. Gleich zweimal wurde das kooperative Krimi-Spiel Monaco von Pocketwatch Games für sein Game Design und mit dem Seumas McNally Grand-Preis ausgezeichnet. Ebenfalls doppelt bedacht wurde das in schwarzweiß gehaltene Jump&Run Limbo von Playdead für seinen außergewöhnlichen visuellen Stil und seine Technik.
Als bestes von Studenten entwickeltes Spiel zeichneten die Juroren das kostenlose Flash-Spiel Continuity aus, das in Schweden an der Chalmers University of Technology in Göteborg entwickelt wurde. Ebenfalls aus Schweden stammt der mit dem Nuovo Award ausgezeichnete Entwickler Cactus mit seinem Plattformspiel Tuning. Der Preis für den besten Ton ging an das kostenlose Flash-Spiel Closure, während der Audience Award an das für Windows, Linux und Mac erhältliche Action-Rollenspiel Heroes of Newerth verliehen wurde. Pech hatten derweil die beiden Flash-Spiele Rocketbirds: Revolution! und Trauma, die beide jeweils dreimal nominiert waren, letztlich aber leer ausgingen. (hag)