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Headset mit OLED-Mikrodisplay ist produktionsreif

Das brillenförmige X-eye besitzt für jedes Auge einen winzigen Bildschirm. Es eignet sich für gewöhnliche Bildschirmarbeit, aber auch zum Eintauchen in virtuelle 3D-Welten.

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Von
  • Manfred Rindl

Die Bildschirmbrille X-eye, eine gemeinsame Entwicklung des OLED-Spezialisten eMagin und der taiwanischen Firma Leadtek Research (Halle 23, Stand C36), ist produktionsreif. Sie besitzt zwei OLED-Displays (Organic Light Emitting Device) mit einer Auflösung von 800 × 600 Bildpunkten. PC-Gamer bevorzugen heute zwar Auflösungen von bis zu 1600 × 1200 Punkten, laut Hersteller soll X-eye den Anwender aber näher ans Geschehen bringen, weil die Mini-Bildschirme einen größeren Teil des Gesichtfeldes ausfüllen. Der Effekt gleiche dem eines Noteboks mit 15-Zoll-Bildschirm oder dem eines 50-cm-Fernsehers.

Auch bei DVDs sitze man mit X-eye in der ersten Reihe. Bei normaler Bildschirmarbeit sei von Vorteil, dass man nicht abgelenkt werden kann und niemand mitlesen kann. Leadtek selbst sieht in der Medizin Einsatzmöglichkeiten. Für Brillenträger ist X-eye allerdings problematisch. Eine auf Mono-Betrieb beschränkte Version soll im Mai zum stolzen Preis von 499 Euro in den Handel kommen. Eine 3D-Stereo-Version ist für September angekündigt. (mri)