Elsa-Pleite: Ermittlungen gegen Sparkassen-Mitarbeiter
Mitarbeiter der Sparkasse Aachen werden verdächtigt, Insider-Wissen über drohende massive Kursverluste des ehemaligen Grafik- und ISDN-Spezialisten Elsa AG rechtswidrig genutzt zu haben.
Verantwortliche Mitarbeiter der Sparkasse Aachen werden verdächtigt, Insider-Wissen über drohende massive Kursverluste des ehemaligen Grafik- und ISDN-Spezialisten Elsa AG rechtswidrig genutzt zu haben. Dies berichtet die Aachener Zeitung in ihrer Lokalausgabe. Im Zuge ihrer Ermittlungen habe die Staatsanwaltschaft Aachen bereits Anfang März Büro- und Privaträume eines führenden Mitarbeiters der Sparkasse durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt. Dem Banker wird vorgeworfen, unmittelbar vor Bekanntgabe der wirtschaftlichen Talfahrt der heute insolventen Elsa AG den Verkauf von Anteilen bei der selbständig agierenden Sparkassen-Unternehmenstochter S-UBG in Höhe von mehreren 100.000 Euro veranlasst zu haben. Durch den Verkauf der Anteilsscheine habe sich die Sparkasse wirtschaftliche Vorteile verschafft.
Ausgangspunkt für die Ermittlungen war eine Anzeige der erst vor kurzem gegründeten Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin). Sie untersucht die Börsenlandschaft nach auffälligen Transaktionen und wurde so auf die Hektik des Bankmitarbeiters aufmerksam. Der Sparkassenvorstand wies die Vorwürfe inzwischen zurück und betonte, das Geldinstitut sei selbst nie im Besitz von Elsa-Aktien gewesen. (boi)