Infineon: Momentan keine Untersuchungen gegen Schumacher

Nach der Ablösung von Infineon-Chef Ulrich Schumacher sieht der Halbleiterhersteller derzeit keinen Anlass für juristische Schritte gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden.

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  • JĂĽrgen Kuri

Nach der Ablösung von Infineon-Chef Ulrich Schumacher sieht der Halbleiterhersteller derzeit keinen Anlass für juristische Schritte gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden. "Es gibt aktuell keine rechtlichen Untersuchungen", sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber dpa und widersprach damit einen Zeitungsbericht vom Vortag. Darin war von einem möglichen juristischen Nachspiel gegen Schumacher die Rede, der Konzern prüfe rechtliche Schritte. Schumacher würden hohe Ausgaben für die Imagepflege vorgeworfen, sogar von einer "milden Form der Korruption" sei die Rede, hieß es in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung unter Berufung auf Aufsichtsratskreise.

Schumacher war am vergangenen Donnerstag vom Aufsichtsrat des Unternehmens überraschend zum Rücktritt gedrängt worden. Zu den einzelnen Vorwürfen gegen ihn wollte sich der Unternehmenssprecher nicht äußern. Eine maßgebliche Rolle bei Schumachers Sturz dürfte aber die frühere Infineon-Mutter Siemens gespielt haben. Konzernchef Heinrich von Pierer habe den Sturz seines ehemaligen Schützlings persönlich betrieben, schreibt die Welt am Sonntag und zitiert einen Siemens-Manager: "Von Pierer hält Schumacher für einen Egomanen und hat schon seit langem auf eine Gelegenheit gewartet, ihn loszuwerden."

Zum RĂĽcktritt von Infineon-Chef Ulrich Schumacher siehe: (jk)