DR-DOS, die achte
Es hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich, und eine Zukunft als Embedded-System-Betriebssystem vor sich, so jedenfalls hofft Devicelogics, seit rund 1,5 Jahren EigentĂĽmer von DR-DOS.
Es hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich, und eine Zukunft als Embedded-System-Betriebssystem vor sich, so jedenfalls hofft Devicelogics, seit rund 1,5 Jahren EigentĂĽmer von DR-DOS. Das Unternehmen bietet jetzt Version 8.0 an, die bereits vor einem Jahr angekĂĽndigt wurde. Neu ist unter anderem, dass DR-DOS nun auch mit groĂźen FAT-32-Partitionen umgehen kann. Devicelogics bietet DR-DOS zum Preis von 200 US-Dollar fĂĽr 5 Lizenzen an.
DR-DOS wurde einst von Digital Research als Alternative zu Microsofts PC-Betriebssystem entwickelt. Nach Novell, Caldera und Lineo wurde Devicelogics Ende 2002 die fünfte Heimat für DR-DOS. Caldera erlangte mittlerweile unter dem Namen The SCO Group in der Öffentlichkeit einige Berühmtheit, vor allem wegen der Rechtsstreitigkeiten mit IBM wegen angeblich geklautem Unix-Code in Linux und mit Novell wegen des Copyrights am Unix-Code. Caldera hatte in einem Rechtsstreit um Windows-Funktionen, die DR-DOS blockierten, seinerzeit seine Kasse nach einer außergerichtlichen Einigung durch eine "Spende" von Microsoft füllen können. DeviceLogics will mit DR-DOS nun allerdings nicht mehr mit den Großkopferten der Desktop-Systeme konkurrieren, sondern setzt auf den Einsatz in Embedded Systems. (axv)