Auftragschipfertiger TSMC will 10 Prozent an chinesischem Konkurrenten übernehmen
Taiwan Semiconductor Manufacturing hat bei der taiwanischen Regierung beantragt, Anteile an CSMI übernehmen zu dürfen.
Der Auftragschipfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) hat bei der Regierung seines Landes einen Antrag gestellt, 10 Prozent Anteile an Semiconductor Manufacturing International (SMIC) übernehmen zu dürfen. Die Übernahme ist Bestandteil der Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen, durch die sie im November 2009 einen Rechtsstreit um Werksspionage und die illegale Nutzung von Betriebsgeheimnissen beigelegt hatten. Nun will TSMC den Schritt vollziehen, berichtet das Wall Street Journal. Ein Sprecher des Unternehmens habe entsprechende Medienberichte bestätigt.
SMIC hatte sich im November verpflichtet, TSMC 200 Millionen US-Dollar zu zahlen und 8 Prozent Aktien zu überlassen, mit der Option auf weitere 2 Prozent. Bis Februar war es TSMC aber nicht möglich, das Paket abzuholen, denn für taiwanische Firmen gab es bis dahin restriktive Regelungen für Investitionen in der Volksrepublik. Diese Bestimmungen hat die taiwanische Regierung im Februar dieses Jahres aber gelockert. (anw)