Britische Polizeiaktion gegen Kinderpornografie im Internet

Britische Polizisten haben die Wohnungen von 27 Personen durchsucht, die sich kinderpornografisches Material aus dem Internet besorgt haben sollen.

vorlesen Druckansicht 218 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Britische Polizisten haben in der Grafschaft Surrey die Wohnungen von 27 Personen durchsucht, die verdächtigt werden, sich kinderpornografisches Material aus dem Internet besorgt zu haben. Dabei seien 86 Computer und 3000 CDs und Videokassetten beschlagnahmt worden. Noch sind keine Verdächtigen verhaftet worden, da die Beweismittel derzeit ausgewertet werden.

Die Operation Ore begann vor anderthalb Jahren, nachdem das US-amerikanische FBI den britischen Ermittlern Daten von 7200 Verdächtigen zugespielt hat. Diese sollen monatliche Gebühren an die Firma Landslide Productions gezahlt haben, um Zugang zu 300 kinderpornografischen Internetseiten zu bekommen. Landslide war im August 2001 nach zwei Jahren geheimen Ermittlungen das Ziel einer Polizeiaktion geworden. Die Aktivitäten der Firma wurden seinerzeit beendet. Weltweit sollen eine Viertelmillion Menschen auf das Angebot von Landslide zugegriffen haben. Landslide war im September 2002 auch Ausgangspunkt für eine bundesweite Polizeiaktion in Deutschland.

Die britische Polizei hat im Dezember 2003 "Internetfallen" für Pädophile aufgestellt. Dabei werden über das Internet für Pädophile interessant klingende Links verbreitet. Internet-Nutzer, die auf solchen Seiten landen, bekommen einen Warnhinweis zu sehen: Ihnen drohe eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Außerdem würden ihre Daten an Polizeibehörden in 180 Ländern weitergegeben. (anw)