Telekom-Aktionäre klagen gegen Börsenaufsicht
Telekom-Aktionäre werfen der Börsenzulassungsstelle des Landes Hessen im Zusammenhang mit dem dritten Börsengang der Telekom mangelnde Sorgfalt vor.
Telekom-Aktionäre haben heute vor dem Frankfurter Landgericht eine neue Klage um den dritten Börsengang des Unternehmens im Jahr 2000 eingereicht. Die rund 75 Kläger verlangen diesmal von der Börsenzulassungsstelle des Landes Hessen Schadenersatz für die Kursverluste des Wertpapiers. Die Behörde habe den Verkaufsprospekt nicht ausreichend geprüft. Vor rund einem Jahr hatten Tausende Aktionäre Klage gegen die Telekom selbst eingereicht.
Der Vereinigung geschädigter Kapitalanleger und Kreditnehmer (VKK) liege ein Rechtsgutachten vor, das die Absichten vieler T-Aktionäre stütze, teilt die VKK mit. Der Zulassungsstelle hätte nach ihrer Meinung auffallen müssen, dass das Immobilienvermögen der Telekom im Emissionsprospekt möglicherweise falsch bewertet worden ist. Die Behörde habe somit ihre Sorgfaltspflicht "eklatant verletzt".
Die VKK erwartet nun ähnlich wie bei der Klage gegen die Telekom einen regen Zulauf an Klägern, zumal bereits die Unterstützung einiger Rechtsschutzversicherer erwirkt werden konnte, teilt die VKK weiter mit. Für die Kontaktaufnahme empfiehlt die VKK einen Fragebogen, der im Internet als (PDF) vorliegt. (anw)