Solarzellen mit eingebautem Superkondensator

US-Forscher haben neuartige Energiespeicher entwickelt, die sich direkt in Halbleiterbauelemente einsetzen lassen.

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Energiespeicher aus der Klasse der sogenannten Superkondensatoren können zwar im Vergleich zu Batterien beeindruckend häufig aufgeladen werden, doch ihre Aufnahmekapazität ist relativ gering. Das bedeutet, dass die Technik sich vor allem dann anbietet, wenn relativ kurze, intensive Energieimpulse gefordert sind – beispielsweise, um Batterien zu ergänzen.

Forscher an der Drexel University in Philadelphia haben nun gezeigt, dass es möglich ist, mit einer aus der Halbleiter-Produktion stammenden Technik Dünnfilm-Superkondensatoren aus Kohlenstoff herzustellen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Ihr Vorteil: Sie speichern bis zu dreimal mehr Energie als herkömmliche Modelle. Dies ist zwar immer noch viel weniger als bei regulären Batterien, doch müssten Dünnfilm-Superkondensatoren letztlich nie ausgetauscht werden.

Vorstellbar wäre es beispielsweise, die neuen Dünnfilm-Energiespeicher direkt in Funkchips einzubauen – dort benötigen sie weniger Platz als herkömmliche Batterien. Eine andere Anwendungsform wäre die Direktmontage auf der Rückseite von Solarzellen sowohl in tragbaren Geräten als auch auf dem Dach. Die Energie, die während des Tages gespeichert wurde, könnte dann nach Sonnenuntergang wieder dezidiert abgegeben werden. Das Start-up Y-Carbon hat die Technik der Drexel University-Forscher deshalb lizenziert und arbeitet derzeit an der Kommerzialisierung.

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(bsc)