MSN-Studie: Instant Messaging verdrängt SMS
Nach einer Studie von MSN ist Instant Messaging anscheinend auf dem besten Weg, die SMS vom ersten Platz der beliebtesten Kommunikationsmittel zu verdrängen.
Mit der immer größeren Verbreitung des Internets in Privathaushalten geht allem Anschein nach auch eine Veränderung der Kommunikationsformen einher. Einer Studie des Microsoft Network (MSN) zufolge nutzen Anwender, die bereits einen Instant Messenger im Einsatz haben, zunehmend weniger SMS.
Für die Studie hat MSN zwischen April und Mai 2004 knapp 50.000 Anwender des MSN Messenger in insgesamt 13 Ländern zu ihrem persönlichen Nutzungsverhalten befragt, unter anderem in Deutschland, England, Italien, Frankreich und den USA. Ergebnis: Während in Deutschland schon mehr als ein Drittel den Messenger häufiger nutzen als SMS, wurde die SMS in den USA gar bereits von Platz eins verdrängt.
Professor Helen Petrie von der City University London, Expertin auf dem Gebiet der Computer-basierten Kommunikation und verantwortlich für die Auswertung der Umfrageergebnisse, nimmt die Ergebnisse dann auch als Beweis für die Fragwürdigkeit des Mythos vom sozial abgeschotteten "Freak": Immerhin rund 40 Prozent aller Befragten, die regelmäßig über Instant Messaging kommunizieren, schätzen sich selbst als glücklich und attraktiv ein, über 40 Prozent geben zudem an, regelmäßig auszugehen.
Der MSN Messenger gehört nach MSN-Angaben mit derzeit 130 Millionen Usern weltweit zu den meist genutzten Instant-Messaging-Diensten. Im Frühjahr stellte die Firma Tipic eine erste Version eines Messenger-Clients für Multimedia-Handys vor, die sich unter anderem für das MSN-Netz eignen soll.
Trotz steigender Verbreitung dieser Dienste scheint das Geschäft mit den notwendigen Servern jedoch eher schlecht zu laufen: Sowohl Yahoo als auch AOL stellten in den letzten Wochen die Weiterentwicklung der eigenen Business-Messenger ein. (ll)